KAISERS SPRECHSTUNDE

25. Juli 2017   |   VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Denkraum

Ich habe die Arbeit am Theater Freiburg im Jahr 2006 mit dem Format »Kaisers Sprechstunde« begonnen. Damals konnte man mich einmal pro Woche in unserem mobilen Theatersatelliten »Orbit« treffen, um mit mir Visionen einer gelungenen Kinder- und Jugendarbeit an unserem Haus / für diese Stadt zu entwickeln.

Elf Jahre später befinden wir uns am Ende der Intendanz von Barbara Mundel und Team. Erneut befrage ich mich und die Institution, was eine gute, eine spannende, eine inhaltlich ertragreiche Arbeit in diesem Bereich ausmacht. Unter dem Titel »Kaisers Sprechstunde« habe ich für das Arbeitsbuch »Heart of the City II« einen Artikel über die vergangene Dekade geschrieben: »Bad Practice« statt »Best Practice«, eine Bestandsaufnahme für eine produktive Zukunft. Den Text kann man hier auf der Website von Theater der Zeit lesen. Das Arbeitsbuch ist als Broschur mit 180 Seiten und zahlreichen farbigen Abbildungen erschienen (ISBN 978-3-95749-099-5).

ES KLONGTE IM GANZEN HAUS

25. Juli 2017   |   VON: Verena OltKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Am Sonntag, den 2. Juli, machte das Theater wie in jedem Jahr die Tore auf für über 1.000 Kinder und Erwachsene, um sie beim Kindermusikfest »Klong« zu begrüßen. Auf jeder Bühne wurde getrommelt, gesungen oder gespielt. Im Mittelpunkt standen dabei die Schülerinnen und Schüler von sechs bis vierzehn Jahren. Zwölf Klassen aus zwölf Schulen hatten innerhalb einer Woche mit ausgewählten Musikerinnen und Musikern kurze Programmpunkte erarbeiten, die sie dem Publikum präsentierten. Ergänzt wurde das Programm durch Gastspiele, Mitmachaktionen und vieles mehr.

Angekündigt wurden die zahlreichen Programmpunkte in diesem Jahr von unserer »Moderationsklasse«, die sich für Klong mehrere Wochen mit dem Thema Moderation beschäftigt hatte. Eröffnet wurde der Tag unter anderem mit dem Kinderorchester des Theater Freiburg, einem von Schülerinnen und Schülern komponierten klong-Song und einem Cajaton-Konzert..

Bei dem Klonglabor »Das Glück der Resonanz« fanden sich Schülerinnen und Schüler der Korcak-Schule in einem musikalischen Spiel und Dialog zusammen.

Selbst ausprobieren konnten die Besucher die im Winterer-Foyer aufgestellte »Klanghauerei«, bei der auf Klangskulpturen Musik gemacht werden konnte.

Mit ihrem Programm »Unterwegs nach Umbidu« begeisterten »Die Schurken« das Publikum.

Den Abschluss des Tages bildete die Ensemblebühne, auf der sich in diesem Jahr Kinder- und Jugendchöre aus Freiburg und Umgebung präsentieren konnten. Wir freuen uns jetzt schon auf das Kindermusikfest im Juli 2018!

M.KORBEL2017©4785

Fotos: Maurice Korbel

TIME TO SAY GOODBYE

25. Juli 2017   |   VON: Thalia KellmeyerKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Nach elf  Jahren am Theater Freiburg und fünf Jahren als Künstlerische Leiterin der Abteilung Junges Theater / Oper und Konzert sage ich nun TSCHÜSS THEATER FREIBURG! Es war eine tolle Zeit, wir haben spannende Projekte und Inszenierungen umgesetzt und viele Erfahrungen gesammelt. Wir waren mutig und haben Neues gewagt. Wir haben viel erreicht und großartige europaweite Nominierungen und  Auszeichnungen für unsere Arbeit bekommen.  Neben all denjenigen, die unsere Arbeit vorangetrieben und unterstützt haben, möchte ich mich vor allem bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bedanken, die Teil unseres erweiterten musikalischen Ensembles waren und regelmäßig, freiwillig und freudig unsere Arbeit mitgestaltet haben. Herzlichen Dank!

Foto: Maria Obermeier

GANZ NAH DRAN

24. Juli 2017   |   VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Am vergangenen Samstag gab es im Werkraum 16 Reenactments von 16 Stücken in 16 Minuten zu sehen: Die Mitglieder von »Close-up«, dem Backstage-Club am Theater Freiburg (Leitung: Benedikt Grubel, Sascha Flocken), hatten im Laufe der Spielzeit 2016/17 unfassbar viel Theater gesehen und aus ihren Erlebnissen und Eindrücken eine furiose Revue gestrickt. Hier die Bilder der Präsentation ihres Theater-Binge-Watching-Marathons – von »Schlachten!« über »Crusades« bis zu »Weltveränderer«:

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ALLER ABSCHIED IST SCHWER

21. Juli 2017   |   VON: Verena OltKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Unglaublich wie die Zeit vergeht – am vergangenen Samstag hat die Derniere von »The Addams Family« stattgefunden. Wieder wurden die Jugendlichen mit Standing Ovations bejubelt, nach der nunmehr fünfzehnten Vorstellung (allesamt ausverkauft mit insgesamt 3.889 Zuschauern!). Wir gratulieren allen Darstellerinnen und Darstellern ganz herzlich zu ihrer unglaublichen Leistung!

Nach der letzten Vorstellung folgt hier der letzte Blogeintrag zur Addams Family, in dem wir euch die Person des Teams vorstellen, die das Stück, in allen seinen kleinen Details, am allerbesten kennt: Unsere Inspizientin Petra Deißler-Benoit.

Bei den Proben und am Inspizientenpult

Als Inspizientin ist Petra dafür zuständig, während den Vorstellungen von ihrem Pult aus allen Beteiligten die Zeichen für ihre jeweiligen Einsätze zu geben. Deshalb hat sie sich in den Endproben alle Durchläufe des Stückes angesehen und sich jedes Detail in ihrem Buch vermerkt, denn sie muss genau wissen, wann etwas passiert und wer wann von wo auftritt. Bei jeder Vorstellung hat sie dann den Gesamtüberblick und verfolgt von ihrem Pult aus das Bühnengeschehen, den Dirigenten und den Publikumsraum über einen Monitor. Die Darstellerinnen und Darsteller werden von ihr eingerufen, wenn sie auf die Bühne müssen, aber auch die Beteiligten hinter der Bühne, die Technik, dem Licht, dem Ton und die Requisite, bekommen von Petra ihren Einsatz angezeigt. Ohne sie läuft also nichts!

Hier nun noch einige Vorstellungsfotos:

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DIE GANZE SPIELZEIT 16/17 IN HIGHSPEED

18. Juli 2017   |   VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Elf Monate haben die Mitglieder von »Close-up«, dem Backstage-Klub am Theater Freiburg, so viel Theater wie möglich geschaut. 16 Produktionen aus Oper, Schauspiel, Tanz & Performance und Junges Theater hat der Klub gesehen. Nun laden die jungen Theaterexpertinnen und -experten zwischen 16 und 20 Jahren zu einem rasant-furiosen Rückblick auf die Spielzeit 16/17 ein. In Highspeed und Highdefinition lassen sie die Inszenierungen Revue passieren, alle 16 gesichteten Produktionen tauchen in der Abschlussperformance auf. Der Klub verwertet Spielweisen, benutzt Originalrequisiten und Originalkostüme und präsentiert seine Sichtweise auf das jeweilige Stück. Welches Theater will »Close-up« sehen? Was ging gar nicht? Und welches Kostüm stand eigentlich wem am besten?

Geleitet wird »Close-up« von den Regisseuren Benedikt Grubel (u. a. »Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt«) und Sascha Flocken (u. a. »Tschick«), die sich mit dem Finale ihres Theater-Binge-Watching-Klubs vom Freiburger Publikum verabschieden.

Close-up: Das Finale
In Highspeed durch die Spielzeit 16/17 mit dem Backstage-Klub des Theater Freiburg
Künstlerische Leitung: Benedikt Grubel, Sascha Flocken / Von & mit: Altug Akin, Milena Anders, Barbara Berg, Luise Ehl, Nele Kimmig, Amelie Rubin, Caroline Ruppert, Lisa Throm, Esra Uyar
Sa. 22.7.17, 17 Uhr, Werkraum, Eintritt frei!

SCHULTHEATERTAGE 2017

14. Juli 2017   |   VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles

 
Rund 150 Schülerinnen und Schüler, 7 Schulen aus Freiburg und Umgebung, 4 intensive Tage im Theater Freiburg und im Theater im Marienbad: Gestern sind die 8. Schultheatertage Freiburg zu Ende gegangen.

Benedikt Grubel hat das Festival mit der Kamera begleitet. Er tummelte sich bei der Eröffnung im Haus der Jugend, hat die acht Gruppen am Labor-Tag besucht, alle Aufführungen im Werkraum und im Szenenraum gesehen und die Festival-Atmosphäre hinter den Kulissen eingefangen.

ZEITGEISTERBAHN

30. Juni 2017   |   VON: Verena OltKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Verehrte Damen und Herren, steigen Sie ein in die »Zeitgeisterbahn«! 60 lebende junge Singende bringen Sie durch die Nacht: In einem großen Konzertspektakel beweist der Freiburger Kinder und Jugendchor in Begleitung des Philharmonischen Orchesters Freiburg sein Können. Aus den Briefen der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen hat Musiker Mark Scheibe eine Komposition entwickelt, die Raum zum Schwärmen, Weinen, Feiern, Glühen, Jubeln, Nörgeln und Klagen schafft.

Es gibt nur zwei Gelegenheiten, geehrte Damen, geehrte Herren, dieses Spektakel hautnah auf der Hinterbühne des Großen Hauses zu erleben – am Fr. 30.6. und am So. 2.7.17 um jeweils 19.30 Uhr! Und für alle BZ-Plus-Registrierten gibt es hier obendrein einen ausführlichen Vorbericht der Badischen Zeitung.

Fotos: M. Korbel

… UND EIN EISKALTES HÄNDCHEN

28. Juni 2017   |   VON: Verena OltKeine KommentareKategorie: The Addams Family

Damit die Darstellerinnen und Darsteller von »The Addams Family« in ihre Rollen schlüpfen können, legt sich das Team um Michael Shaw (die Maskenbildnerinnen Christina Elischer, Kim Rödl, Hannah Rendler und Janina Rudelbach) mächtig ins Zeug. Insgesamt dauert es drei Stunden, um alle Jugendlichen zu schminken und die Haare zu machen. Durchschnittlich benötigt es dafür 20 Minuten pro Person, allerdings gibt es auch aufwändigere Masken, z.B. muss bei Benjamin alias Fester neben dem Makeup noch die Glatze geklebt werden. Aufwändig ist auch die Maske von Josephine, die mit Perücke und Makeup in die 102-jährige Großmutter verwandelt wird.


von Josephine …


zur Oma!

Neben der Maske benötigt es natürlich auch eine ganze Menge an Requisiten, die auf der Bühne zum Einsatz kommen. Hierfür ist Massoud Ghanbarnia gemeinsam mit Gerda Schromm und Angelika Lohmar zuständig.

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Massoud Ghanbarnia neben einer kleinen Auswahl an Requisiten

Zu den Requisiten gehören unter anderem das Giftwägelchen der Großmutter, die Accessoires der Ahnen (z. B. diverse Waffen, ein Brautstrauß und ein Kartenspiel), Kerzenleuchter, Weinbecher, Teller mit (vermeintlich) verschimmeltem Obst, Schirme, Reiseführer, Banjo, Knochen, das eiskalte Händchen und, und, und …
Die erste Aufgabe der Requisite ist, im Laufe des Produktionsprozesses diese Dinge zu besorgen. Zum Teil werden die Requisiten eingekauft, zum Teil aber auch selbst hergestellt. Eines der aufwändigsten Requisiten bei »The Addams Family« ist das Familienalbum, in das Originalfotos von ca. 1935 bis Ende des 2. Weltkriegs eingeklebt sind. Außerdem kommt auf der Bühne ein Mobile mit Vögelchen zum Einsatz, bei dem eines abgerissen wird und kurz darauf wie tot auf den Boden fällt. Um das beste und realistischste Ergebnis zu erzielen, haben Massoud, Gerda und Angelika Vögel aus verschiedensten Materialien gebastelt und getestet.


Omas Giftvorrat

Wenn dann vor der Premiere alle Requisiten besorgt sind, werden diese in verschiedene Einheiten sortiert, in diesem Fall auf 40. Diese werden vor jeder Vorstellung überprüft, sortiert, bereitgestellt und dann schließlich auf und hinter der Bühne an abgesprochenen Plätzen abgelegt, damit die Jugendlichen sie auf der Bühne im richtigen Moment griffbereit haben. Dies dauert alles zusammen etwa zwei Stunden. In der Pause gibt es einen 20minütigen (sportlichen!) Umbau, bei dem die nicht mehr benötigten Dinge weggeräumt und die für die zweite Vorstellungshälfte benötigten Requisiten eingerichtet werden. Nach dem Ende jeder Vorstellung werden die Requisiten dann abgeräumt und rücksortiert.
Auch den Darstellerinnen und Darsteller fordern die Requisiten Disziplin ab: Sie müssen sorgfältig mit ihnen umgehen und sie nach Gebrauch während der Vorstellung immer wieder an den abgesprochenen Plätzen zurücklegen, damit sie für den nächsten Einsatz bereitliegen oder weggeräumt werden können.


Das eiskalte Händchen und der Brautstrauß

Fotos: Philipp Ruch, Nadja Rüde

DIE KRONE AN MEINER WAND

14. Juni 2017   |   VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles

In Zusammenarbeit mit der Frauenselbsthilfe nach Krebs und der Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Therapie auf dem Gebiet der Krebsmedizin entsteht seit März am Theater Freiburg ein Tanz- und Theaterprojekt von und mit Frauen zwischen 17 und 74 Jahren mit und ohne Krebs. Auf der Website des CCCF gibt es erste Einblicke in die Probenarbeit zu »Die Krone an meiner Wand« – mit den Teilnehmerinnen und den Choreografen Gary Joplin (»Schwitzkasten«, »Backwards Dreaming«, »The Addams Family«) und Monica Gillette (»Brain Dance« und »Störung / הפרעה«) sowie der Tanztherapeutin Elana Mannheim. Die Premiere feiern wir am 15. Dezember 2017 im Werkraum.