KOCHEN FÜR KILLER (1)

23. April 2021   |   VON: Julia SchindlbeckKategorie: 2020/2021, Kochen für Killer, Wahnsinn

Die Proben unserer neuen Produktion WIE DER WAHNSINN MIR DIE WELT ERKLÄRTE sind zu Ende. Der Lockdown leider noch nicht. Während wir weiterhin darauf hoffen, bald wieder vor Ort im Werkraum und mit Publikum spielen zu dürfen, wird der WAHNSINN diesen Sonntag, den 25. April um 18.00 Uhr seine Premiere online als Stream feiern. Wo? Auf: dringeblieben.de 

In Vorbereitung des Stücks haben wir uns viel mit paranormalen kulinarischen Experimenten beschäftigt. Diese spielen nämlich eine zentrale Rolle im WAHNSINN: die zwölfjährige Lucie, die dringend Geld braucht, um von Zuhause auszuziehen, bewirbt sich um einen gut bezahlten Gassigeh-Job bei Herrn Klinge. Aber dann muss sie feststellen, dass das nur eine Falle war – den Hund gibt es gar nicht und Herr Klinge sucht in Wirklichkeit Hilfe für sein Vorhaben, ein durchgeknalltes Kochbuch zu schreiben – äh, Entschuldigung! – er wird wütend, wenn man es so nennt. Es ist nämlich kein banales Kochbuch, sondern eine streng geheime Sammlung von Zauberrezepten. Lucie wird also Ghostwriterin für Klinges Werk und lernt dabei allmählich, seine verrückte Welt zu verstehen, in der Gemüse magische Kräfte hat und Tomaten in Wirklichkeit Drachenherzen sind.

Das Produktions-Team des WAHNSINNs ist auch in die Klinge-Welt eingetaucht und hat die magische Wirkung verschiedener Lebensmittel im Selbstversuch erforscht.

In den nächsten Wochen möchten wir einige besonders gelungene Experimente mit euch teilen. Gegen Lockdown-Langeweile können wir wärmstens empfehlen, sich in die Küche zu stellen und sich selbst von der magischen Wirkung überzeugen zu lassen!

Wahnsinnsrezept Nummer eins ist eine Erfindung von Christoph Kopp, der als Herr Klinge auf der Bühne zu sehen sein wird – und sich daher bestens mit dessen mystischer Küche auskennt.

KICHER-ERBEN-FUNKUCHEN

Hilfreich für die Trauerbewältigung bei Tyrannentod

Zutoten für den Funkuchentaig:

  • 250 gram Kichererben-Mehl
  • 50 gram schwache Spei-sehstärke
  • 1 Wehlöffel Bockpulver
  • 300 minileiter kohlen-säue-haltiges Miner-Aalwasser (medium)
  • 60 minileiter Apfellässig
  • 1 Wehlöffel gemalter Schneuzkümmel
  • 1 Wehlöffel Gram Massaka (indische Gewürgmischung)

Alle Zutoten mit dem Murkser zur Rührung bringen, dann in einer heißen Pfanne mit Wonnenblumennöl die Funkuchen backen.

Zutoten für die Bei(leid)lüge:

  • 150 gram kriecherischer Jagurth
  • eine halbe Tango, aus der Schale gehüllt und grab gehackt
  • eine Bio-Li-messe, fein getrieben

Zutoten vermaschen und nach Bedarf kaltstellen.