SCHULTHEATERTAGE LIVE (2)

von | 20.07.2011

Ein Team von Rasenden Reportern berichtet von den diesjährigen Schultheatertagen, die vom 18. bis 22. Juli im Theater Freiburg und im Theater im Marienbad stattfinden.

Schultheatertage 2011: »Risiko«

Di. 19.7.11, 14 Uhr: »Risiko«

Es berichten Arabella Bergmann und Julian Langenwalder, das Reporterteam der Emil-Dörle-Realschule: »Risiko«, die zweite Aufführung in der Schultheaterwoche, überraschte das Publikum gleich zu Beginn mit facettenreichen Darstellern. Das Projekt wurde von der Angell-Schule in Freiburg in Kooperation mit der Esther-Weber-Schule für Körperbehinderte in Emmendingen ins Leben gerufen, erarbeitet und aufgeführt.

Doch merkte das Publikum schnell, dass das Stück kein gewöhnliches Theater sein wird. Die Geschichten von verschiedenen Jugendlichen, die mit unterschiedlichsten Problemen konfrontiert werden und versuchen, diese auf ihr eigenes Risiko zu lösen, wurden nicht, wie vielleicht erwartet, hintereinander abgespielt, sondern durch stetig wechselnde Charaktere verzwickt aufgezeigt. Diese Methode wurde durch Musik und ein charakteristisches Bühnenbild verstärkt, welches aus drei runden, drehbaren Podesten mit jeweils einer Schattenwand als Trennung fungierte.

Das »Blink« der Woche (der bereits am Montag erwähnte Teddybär) durchquerte das Schauspiel gegen Ende ein einziges, fast unbemerktes Mal.

Für den Zuschauer war das Theaterstück der zwei Klassen etwas ganz Neues. Man wurde zum Nachdenken angeregt und musste gut aufpassen. Trotz alledem war die Resonanz der Zuschauer und des Ensembles sehr gut. So sagten beispielsweise die Darsteller der Esther-Weber-Schule, dass es für sie zu Beginn nicht leicht war, das große Projekt zu erarbeiten. Auch für die Schülerinnen und Schüler der Angell-Schule war es eine neue Erfahrung mit körperbehinderten Menschen zusammen zu arbeiten, doch für beide war das Projekt ein voller Erfolg.

Schultheatertage 2011: »Wie alle Zeit der Welt«

Di. 19.7.11, 18 Uhr: »Wie alle Zeit der Welt«

Es berichten Arabella Bergmann und Julian Langenwalder, das Reporterteam der Emil-Dörle-Realschule: Ein lustiges Theaterstück mit ernstem Hintergrund bot uns am Dienstagabend das Faust-Gymnasium Staufen mit »Wie alle Zeit der Welt«. Das kecke Ensemble spielte die Geschichte eines Mädchens, das den schnellen Wandel seiner fröhlichen, liebevollen Heimatstadt und deren Bewohner ins Negative beobachtet und schlussendlich stoppt. Durch die Inszenierung mit selbstgeschriebenen Liedern und Texten der Regisseure  (welche selbst Schüler des Gymnasiums sind) wurde das Stück noch lebendiger. Natürlich gehörte auch eine große Portion Mut der Schauspieler dazu, vor dem vollen Zuschauersaal zu singen.

Durch viel Witz und Charme erreichten die Schüler einen hohen Unterhaltungsfaktor und die gefesselte Aufmerksamkeit des Publikums. Doch nicht nur Spaß stand auf der Tagesordnung. Der ernste Hintergrund der Geschichte, welche von dem Buch »Momo« von Michael Ende abgeleitet wurde, zeigte wieder einmal auf, wie wichtig es ist, sich in der heutigen Welt Zeit zu nehmen. Diese Botschaft erreichte den Zuschauer unverfälscht.

Als das Stück nach fast zwei Stunden seinem Ende begegnete tobte der volle Zuschauersaal und zauberte dem Ensemble ein breites Lächeln ins Gesicht.

Den Spielplan der gesamten Woche kann man als PDF herunterladen: Die Termine gibt es hier, die Beschreibung der Stücke sind hier abrufbar.

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