RING-RING, NICHT DING-DONG

6. Februar 2019   |   VON: Annsophie OettgenKategorie: 2018/2019, Drin

Zwischen Kisten: Annsophie bei ihrem ersten Einsatz als Regieassistentin

Zehn Tage vor der Premiere von DRIN, einem Musiktheaterstück für Kinder ab 5 Jahren: „Zwei Prinzessinnen! Nein, wir brauchen eine Prinzessin und einen Overall! Mehr Tüll, noch mehr Tüll, ich finde es fehlt noch etwas Tüll, habt ihr noch Tüll? Bunt noch bunter und laut, es soll richtig laut sein. Wir brauchen eine Klingel, aber nicht so eine Ding-Dong-Klingel, sondern eine Ring-Ring-Klingel, weißt du, was ich meine?“

v. l. Dramaturgin Carola Meyer, Teresa Grebtschenko, Marie Schmit und Annsophie Oettgen

Ja, es geht drunter und drüber, denn die Endproben für die Produktion DRIN haben angefangen. Ab dem 16. Februar werden die beiden Künstlerinnen Teresa Grebtschenko und Marie Schmit unseren Werkraum in eine Welt voller Klänge und Geräusche verwandeln, bei der sich hinter jeder Tür eine neue Idee versteckt. Die Beiden stecken voller Kreativität und Tatendrang ihre Ideen umzusetzen – und jeden Tag kommen neue Ideen hinzu. Teresa und Marie haben u. a. durch ihre Teilnahme am Kindermusikfestival KLONG schon die Luft am Theater Freiburg geschnuppert und kehren nun 2019 mit ihrer eigenen Produktion ans Haus zurück.

Im Musiktheater DRIN arbeiten sie mit 25 unterschiedlichen Kisten. Dabei kommen nicht nur bekannte Musikinstrumente, wie z. B. eine Geige und eine Trompete, zum Vorschein, sondern auch ein Fisch, ein Reißverschluss und diverse andere Gegenstände, die unseren Werkraum in eine einzigartige Klangwelt verwandeln werden.

In den Kisten von Marie und Teresa …

… verbergen sich ungewöhnliche und fantastische …

… sowie einige skurrile Wesen und (Klang-)Welten.

DRIN ist für mich, als neue Freiwillige im FSJ Kultur, die erste Produktion als Regieassistentin. Schon an meinem zweiten Arbeitstag wurde mir von meiner großen Aufgabe berichtet, und gleich darauf befand ich mich in dem sog. „Endprobengespräch“ – im Theatersprech meist nur „EPG“ gennant – mit einem sechsseitigen Probenplan vor mir. Nach einer Woche FSJ-Seminar ging es dann montags direkt los. Meine Aufgaben für die Regieassistenz wurden gemeinsam besprochen, z. B. Requisiten besorgen, im Kostümfundus nach Kostümen stöbern etc. Jeden Tag bearbeite ich neue unterschiedliche Aufgaben, dabei wird einem erst richtig bewusst, wie viel Aufwand und Mühen hinter einer Produktion stecken.

Wie die Holzboxen bespielt werden, soll heute noch nicht verraten werden.

Auf jeden Fall gibt’s massig Kram und Plunder …

… mit viel Liebe zum Detail. 

Mit der Produktion DRIN und den immer neu aufkommenden Ideen wird einem nie langweilig. Im Gegenteil: Mit jedem Teil, was sich zusammensetzt, werden wir neugieriger auf das Endergebnis. Somit freue ich mich besonders, wenn Teresa und Marie ihre Ideen und Vorstellungen umsetzen können – und wir Sie ab dem 16.02.2019 auf eine fantastische Reise durch Raum und Zeit einladen dürfen.

DRIN
Ein instrumentales Figurentheater mit vielen Kisten // 5+

Künstlerische Leitung und Komposition: Marie Schmit, Teresa Grebtschenko // Dramaturgie: Carola Meyer // Mit: Teresa Grebtschenko, Marie Schmit
3. Nachwuchs-Stipendium „Performance- Theater für Kinder und Jugendliche“ der Stiftung Theater Freiburg und des Jungen Theater Freiburg // Gefördert vom Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und von der Landesbank Baden-Württemberg und der SV Sparkassenversicherung.
Premiere: Sa, 16.02.2019, 16.00 Uhr, Werkraum


Text: Annsophie Oettgen / Fotos: Michael Kaiser