Beiträge unter 'Laborblog'

DER RAP DES NIBELUNGEN: PRINZ PI POSTET

13. Juni 2010 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Laborblog

Prinz Pi, der im »Rap des Nibelungen« den Siegfried spielt, hat während der Proben hinter den Kulissen gefilmt und diesen Clip für »Keine Liebe Records« auf Vimeo gestellt:

Rap des Nibelungen from Keine Liebe Records on Vimeo.

Außerdem gibt es in der ARD Mediathek einen Beitrag des SWR zum Projekt.

DIE THEATERLABORANTEN

12. Juni 2010 | VON: emmkahEin KommentarKategorie: Aktuelles, Laborblog

Am 5. Juni hatte der Dokumentarfilm »Die Theaterlaboranten: Das Projekt Anne Frank entsteht« Premiere. Benedikt Grubel hat darin die Entstehung der Produktion über ein halbes Jahr mit seiner Kamera begleitet. Der 45-minütige Film ist nun im Anschluss an alle Vorstellungen von »Anne Frank« im Werkraum zu sehen.

Geschützt: CINDERELLA – FÜR PROJEKTTEILNEHMER

27. Mai 2010 | VON: nitaaKeine KommentareKategorie: Laborblog

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ANNE FRANK: PROBENBEGINN

23. März 2010 | VON: beneKeine KommentareKategorie: Laborblog

Gestern begannen die szenischen Proben zum neuen Theaterlabor-Projekt »Das Tagebuch der Anne Frank«. Eine Gruppe von acht jungen Menschen zwischen 13 und 24 Jahren wird Annes Geschichte ab 30. April 2010 zusammen mit vier Schauspielern des Ensembles im Werkraum erzählen.

Das Projekt startete bereits im Januar mit einem Selbstexperiment: Die Jugend-Gruppe simulierte in einer Hütte auf dem Feldberg das Leben im Hinterhaus und führte ein Videotagebuch.

Weitere Infos zum Projekt und Aufführungstermine finden sich im Spielplan des Theater Freiburg.

GLAMOUR UND CURRYWURST

10. März 2010 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Laborblog

In acht Wochen ist es soweit: Dann erscheint die neue Broschüre »Junges Theater Freiburg 2010/11« mit dem Spielplan für das kommende Theaterjahr und allen Infos zu den neuen Mitmachprojekten des Theaterlabors.

Am vergangenen Wochenende stand das große Fotoshooting für die nächste Spielzeit an: Gemeinsam mit dem Fotografen Oliver Rath erfanden wir die Bildwelt für unsere kommende Plakatkampagne, für Flyer, für diesen Weblog und natürlich das Spielzeitjahresheft.

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Bianca, Lisa, Bene, Anita und Michael bauen eine Szenerie für Cem, Duc und Somphong in der Sedanstraße neben dem Theater auf.

16 junge Menschen, die bei Projekten des Theaterlabors mitgemacht haben oder mitmachen werden, wurden in Szene gesetzt. Unser Fotograf Oliver Rath wurde 1978 in Heidelberg geboren und macht seit 2009 Fotos fürs Junge Theater. Seine Bilder beschreibt Carla Commodore so: »Der Kontrast könnte kaum größer sein, er verbindet Glamour und Trash auf seine ganz eigene Art und Weise, eine krude Mischung aus Ästhetik und dem Charme einer Ruhrpott Currywurstbude. Und was seine Bilder so besonders erscheinen lässt, Rath schafft es den Pop, den wir im Radio hören und der in der neuen deutschen, frechen Literatur verwurstet wird, auf Fotopapier zu bannen.«

Sonnenschein und Eiseskälte. Am Freitag, dem 5.3. vor dem Theater.

Sonnenschein und Eiseskälte: Das Foto-Team am Fr. 5.3. vor dem Theater mit Cem aus »Der Rap des Nibelungen«.

Fotos: Oliver Rath / Bildkonzept & Szenografie: Michael Kaiser, Anita Wunderle & Benedikt Grubel / Dank an: Bianca und Lisa für die Unterstützung sowie an unsere Models Alina, Benjamin, Cem, Duc, Fabian, Finn, Gilbert, Hüseyin, Jodok, Jule, Leon, Luna, Roman, Sinan, Somphong und Tugba!

BELLA DECKT AUF: DER NEUE WERKRAUM

17. Dezember 2009 | VON: bene3 KommentareKategorie: Laborblog

Stück für Stück verändert sich der Werkraum: Die Wände werden geweißelt, das Dr.-Sommer-Foyer kleidet sich neuerdings in rosa… Was ist da los?

Isabella »Bella« Kammerer (»Ich, Cyborg!?«, »Flokati« und Mitglied im Jugendclub) hat sich während des Umbaus umgesehen und Michael »Emmkah« Kaiser (Theaterpädagoge und Künstlerischer Leiter Werkraum) zur neuen Grundeinrichtung des Werkraums, dem Dreh- und Angelpunkt des Jungen Theater Freiburg, befragt.

Isabella und Michael im Gespräch auf der Galerie

Isabella und Michael im Gespräch auf der Galerie

Bella: Einiges ist bereits zu sehen, anderes erst zu erahnen: Wie soll der neue Werkraum aussehen?

Emmkah: Die Grundidee ist, den Raum heller, offener und variabler zu gestalten: Die Wände und das Regal wurden weiß gestrichen und der schwarze Bühnenboden mit holzfarbenen MDF-Platten ausgelegt. In Planung sind zudem ein weißer Samtvorhang und ein neues Podestsystem, mit dem man spannende neue Bühnensituationen schaffen kann. 
Jede Gruppe, die hier im Werkraum arbeitet, kann so den Raum neu erfinden und sich ihr Bühnenbild aus den vorhandenen Podesten und Elementen individuell zusammenstellen.
Die Idee von Bühnenbildnerin Clarissa Herbst, die den Raum im Jahr 2006 erstmals eingreichtet hat, lebt somit fort: Der Werkraum basiert auf der Idee eines variablen Grundraums, der viele Möglichkeiten zur Eroberung und Neu-Definition bietet. So kann man die Zuschauersituation, wenn man möchte, beispielsweise einfach umdrehen oder zu einem Kreis anordnen.

Der neue Werkraum im Modell

Der neue Werkraum in der Planung

Neue Bänke, neue Spielelemente, neuer Boden

Im Modell: neue Räume, neue Bänke, neue Spielelemente, neuer Boden

Der neue Boden wird inspiziert

In echt: Der neue Boden wird intensiv inspiziert.

Bella: Warum habt ihr euch für einen Umbau entschlossen?

Emmkah: Nach drei Jahren und 30 bis 40 Projekten war es wieder einmal Zeit für neue Impulse. Wir wollen im Werkraum generell kein großes Theater im Kleinen machen. Ein traditioneller Theaterraum mit schwarzem Boden, schwarzem Molton und fixem Zuschauerraum würde für uns das Gegenteil von dem behaupten, was wir in unseren Kinder- und Jugendprojekten erzählen wollen.  Dem wollen wir mit dem Umbau nochmals verstärkt entgegenwirken: Wir verstehen den Raum nicht als traditionelle Spielstätte, sondern als Theaterlabor, in dem Neues, Experimente und Ungewöhnliches erlaubt sind.
 Wichtig ist uns, die Welt da draußen hineinzulassen. Der Werkraum soll kein abgeschotteter Ort sein, in dem Theatermuff konserviert wird.

Bella: Woher stammen die Ideen und das Konzept für den Umbau?

Emmkah: Die Raumkonzeption stammt von Moritz Jüdes und Franziska Jacobsen, die hier am Haus als Ausstattungsassistenten arbeiten. Die beiden haben den neuen Raum entworfen und werden den Prozess auch künftig begleiten. 
Bei den Baden-Württembergischen Theatertagen  im Juni 2009 hatten Moritz und Franzi den Werkraum in ein wunderbares Festivalzentrum verwandelt. Wir waren damals alle begeistert von den Ideen der beiden, so dass wir sie unbedingt für die Neugestaltung gewinnen wollten.

Moritz Jüdes und Franziska Jacobsen bei der Bauprobe im Oktober

Moritz Jüdes und Franziska Jacobsen bei der Bauprobe Anfang November 2009

Bauprobe: Das neue Podestsystem wird simuliert

Bauprobe: Das neue Podestsystem wird simuliert.

Bauprobe: Auch die fahrbare Treppe wird markiert

Bauprobe: Auch eine geplante fahrbare Treppe wird markiert.

Bella: Ein weißer, heller Raum… Fehlen da nicht die Farbtupfer?

Emmkah: Oh, die wird es geben! Da ist zum Beispiel das neue Dr.-Sommer-Foyer, das keine Farbtupfer-Fragen offen lässt. Auch die vier Räume auf der Galerie werden nach und nach ein individuelles Erscheinungsbild bekommen: Jägerzimmer, Loungebereich… Moritz und Franzi haben da noch einige Ideen und Farbeimer in petto.

Ausstattungs-Hospitantin Franziska Zaar arbeitet am Dr.-Sommer-Foyer

Ausstattungs-Hospitantin Franziska Zaar arbeitet am Dr.-Sommer-Foyer.

Bella: Ihr habt ja sicherlich nicht einfach drauflosgepinselt und gebaut… Wie wurde die Umgestaltung umgesetzt?

Emmkah: Es gab zunächst eine Bauprobe, bei der alle beteiligten Abteilungen zusammenkamen. Moritz und Franzi haben das künstlerische Grundkonzept anhand eines Bühnenbildmodells vorgestellt, und die einzelnen Abteilungen haben Anregungen zur konkreten Umsetzung gegeben. So war beispielsweise zunächst geplant, den gesamten Boden heller als jetzt zu streichen. Die Beleuchtungsabteilung hat jedoch darauf hingewiesen, dass es dann schwierig wäre, den komplett weißen Raum auszuleuchten, da das Licht sehr stark streuen würde. Man würde ungefähr die doppelte Menge an Scheinwerfern benötigen, was das Budget für die Werkraumumgestaltung gesprengt hätte. So sind wir auf die MDF-Platten gekommen, die nun den neuen Werkraumboden bilden.
Nach zwei weiteren Planungswochen ging es dann los: Der Malsaal hat die Wände gestrichen, die Schreinerei neue Bänke gebaut, die Bodenplatten wurden verlegt…

Aufgedeckt: Neue Räume!

Investigativ-Journalismus: Neue Räume werden entdeckt!

Bella: Wie lange wird der Umbau dauern?

Emmkah: Solange es den Werkraum in dieser Form gibt! Jede Gruppe, die hier ein Projekt erarbeitet, wird den Raum neu definieren und für sich »umbauen«. Wir werden den Raum kontinuierlich hinterfragen und neue Situationen ausprobieren.
Von unserer Seite kommen demnächst noch das neue Podestsystem, eine fahrbare Treppe und der neue Vorhang hinzu. Außerdem werden wir die Küchenzeile aus Theatercafé-Zeiten umbauen. Darauf freue ich mich persönlich besonders! Was da passieren wird, sei aber an dieser Stelle aus Gründen der Spannungserhaltung noch nicht verraten.

JUGENDCLUB: WEIHNACHTSFLASHMOB

16. Dezember 2009 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Laborblog

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Luftbläserkonzert auf dem Münsterplatz

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Skulpturenpark auf dem Augustinerplatz

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Jahrestreffen der Bodyguard-Innung

Am 15.12.09 hatte die Dienstags-Gruppe alle Mitglieder des Jugendclubs zu einer Flashmob-Aktion eingeladen. Nach einem Briefing im Werkraum ging es in die Stadt, um im 15-Minuten-Takt an unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Flashmobs zusammenzukommen. Zum Abschluss ging es dann noch auf den Weihnachtsmarkt.

Fotografisches Dokumentationsmaterial dieser Aktion gibt es in Bildergalerie!

UND JETZT: CYBORG FRAGT FLOKATI

20. November 2009 | VON: beneKeine KommentareKategorie: Laborblog

Im Kleinen Haus erzählen Jugendliche im Musical »Flokati«, was tief im Inneren zwischen den Fasern eines Teppichs so alles passiert. Im Großen Haus erarbeiteten  Schülerinnen und Schüler  gemeinsam mit Schauspielern die Theaterinszenierung »Ich, Cyborg!?«.

Philip Flögel (19) aus der Produktion »Ich, Cyborg!?« hat Constanze Knüver (14) aus »Flokati« zum Austausch im Werkraum getroffen…

Diesmal fragt Philip Constanze

Diesmal wird Constanze von Philip befragt.

Philip: Warum heißt euer Musical »Flokati«?

Constanze: Flokatis sind diese flauschigen Teppiche. Kennst du die? In so einem Teppich spielt unsere Geschichte.

Philip: Worum geht es in der Geschichte?

Constanze: Um das Landkäfermädchen Nele, die ihre Cousine Katharina in Flokati besuchen kommt. Nele ist erst mal völlig überfordert mit dem pulsierenden Leben in der Krabbeltierstadt, in der sogar eine vegetarische Spinne lebt. Und dann verliebt sich auch noch der coolste Typ von ganz Flokati, der Gecko, in sie…

Philip: Ein Musical. Das heißt ihr tanzt und singt auch?

Constanze: Ja klar. Ganz viel sogar. Wir haben mehrere große Choreographien.

Philip: Und die Musik?

Constanze: Die hat Nikolaus Reinke, der die Milbenband leitet, arrangiert. Unsere Band spielt alles: Mal HipHop, mal Bollywood, mal 50er-Jahre-Filmmusik.

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Das »Flokati«-Ensemble

Philip: Wie lange habt ihr geprobt?

Constanze: Insgesamt ein ganzes Jahr. Zunächst haben wir damit begonnen, die Tanzchoreographien und Lieder einzustudieren. Im Frühjahr haben wir dann die ersten Texte geschrieben und die Handlung entworfen.

Philip: Was spielst du für eine Rolle?

Constanze: Ich bin ein Tarnkäfer. Mein Kostüm sieht aus wie eine Wand unseres Bühnenbildes. Unser Bühnenbild ist im Prinzip ein stark vergrößerter Ausschnitt einer Wohnzimmerecke samt Teppichfasern, Spinnennetz, Steckdose und Tapete.

Philip: Wie viele Leute seid ihr auf der Bühne?

Constanze: Wir sind 22 Darsteller und 11 Musiker zwischen 14 und 21 Jahren. Ziemlich viele also.

Philip: Wie bist du zu »Flokati« gekommen? Warst du vorher schon bei einem Projekt am Theater Freiburg dabei?

Constanze: Nein. Das war mein erstes. Ich komme nämlich aus Nordrhein-Westfalen und bin erst im letzten Jahr nach Freiburg gezogen. In meiner Heimatstadt Recklinghausen habe ich aber auch schon in drei Musicals an der Musikschule mitgespielt. Ich wollte das unbedingt weitermachen. In Freiburg hat meine Mutter dann beim Theater angerufen und sich erkundigt, ob es ein Projekt gibt, an dem ich teilnehmen könnte. Und das war »Flokati«.

Philip: Und was kommt nach »Flokati«? Wirst du bei einem anderen Jugendprojekt hier am Theater mitmachen?

Constanze: Ich bin jetzt im Jugendclub und würde auch bei einem neuen Projekt von Gary und Emma dabei sein.

Philip: Wer sind Gary und Emma?

Constanze: Das ist unser Regieteam von »Flokati«, die beiden sind echt klasse.

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Constanze spielt einen Tarnkäfer, Philip ist Cyborgs auf der Spur.

Philip: Was hat dir am meisten Spaß an dem Projekt gemacht?

Constanze: Auf jeden Fall die Intensivproben und die Aufführungen. Ich werde den ganzen Stress wirklich vermissen. Ich bin jemand, der gerne viel um die Ohren hat.

Philip: Warum sollte ich mir »Flokati« anschauen?

Constanze: Weil es lustig ist! Es gibt viele witzige Dialoge. Und die Kostüme sind toll!  Das Bühnenbild auch… Ach, ich denke, es macht einfach Spaß, uns zuzuschauen.

Weitere Infos und Aufführungstermine des Insektenmusicals »Flokati«

FLOKATI FRAGT CYBORG

11. November 2009 | VON: bene2 KommentareKategorie: Laborblog

Im Großen Haus erarbeiteten  Schülerinnen und Schüler  gemeinsam mit Schauspielern die Theaterinszenierung »Ich, Cyborg!?«. Im Kleinen Haus erzählen Jugendliche im Musical »Flokati«, was tief im Inneren zwischen den Fasern eines Teppichs so alles passiert.

Constanze Knüver (14), Tarnkäfer aus dem Insektenmusical, hat »Cyborg« Philip Flögel (19) zu einem Gespräch im Werkraum getroffen…

Constanze Knüver und Philip Flögel

Constanze Knüver und Philip Flögel

Constanze: Was ist ein Cyborg?

Philip: Ein Cyborg ist ein Mensch-Maschine-Mischwesen. In unserer Inszenierung geht es um die Frage, ob uns die aktuellen Neurotechnologien zu solchen selbsttechnisierten Geschöpfen machen. Als ich begonnen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, war ich selbst total erstaunt, was es heutzutage schon alles auf diesem Gebiet gibt: Da gibt es zum Beispiel Pillen, die die Konzentrations- und Lernfähigkeit stärken. Es ist sogar möglich Armprothesen zu bauen, die auf nervliche Impulse reagieren.

Constanze: Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Philip: Alles begann mit dem Projekt »Pimp Your Brain«, einem Gemeinschaftsprojekt vom Theater Freiburg, der Universität Freiburg und einigen Freiburger Schulen, das vor etwa einem Jahr startete. Ich habe in der Schule davon erfahren und mein Interesse war sofort geweckt.
Wir arbeiteten in fünf verschiedenen Gruppen zu dem Oberthema »Die Optimierung des menschlichen Gehirns«. Ich war in der Gruppe »Cyborg Fantasien«. Wir haben uns zunächst ziemlich viele Science-Fiction-Filme angeschaut und dann begonnen, eigene Ideen zu Cyborg-Fantasien zu entwickeln. Spannend war, als wir eine virtuelle Firma für Gehirnoptimierung gegründet haben. Im Foyer des Theaters haben wir einen Parcours aufgebaut, den die Zuschauer durchlaufen konnten, um am Ende selbst zu entscheiden, ob sie die angebotenen Verbesserungen annehmen wollen oder nicht. Dieses Angebot reichte von bewussten Veränderungen der eigenen Emotionen bis hin zur Erschaffung einer neuen virtuellen Realität.

Constanze: Und wie seid ihr von diesem Projekt zu einer Theaterinszenierung gekommen?

Philip: Nach diesen »Pimp Your Brain«-Thementagen im April erwuchs die Idee, das, was die fünf Gruppen erarbeitet hatten, in einem Theaterstück zu vereinen.

Constanze: Wie lange habt ihr geprobt?

Philip: Wir hatten vier Probenphasen von jeweils zwei bis drei Wochen. Innerhalb dieser Zeit waren wir dann jeden Tag mindestens sechs Stunden zusammen am Probieren. Vor den Sommerferien, als wir das erste Mal zusammen saßen, begannen wir allerdings zunächst mal damit, eigene Texte für das Stück zu schreiben.

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»Ich, Cyborg!?«

Constanze: Was erwartet mich als Zuschauer?

Philip: Ein großes Laboratorium als Bühnenbild, in dem nicht nur experimentiert wird: Wir singen, stellen Fragen in den Raum und tragen Monologe vor. Das gesamte Stück ist collagenartig aufgebaut.

Constanze: Wer ist alles auf der Bühne?

Philip: Wir sind 15 Jugendliche, drei erwachsene professionelle Schauspieler, ein Videokünstler und ein Musiker. Es ist eine wirklich tolle Truppe während des gesamten Projekts zusammengewachsen. Ich weiß schon jetzt, dass ich alle sehr vermissen werde, wenn wir unser Stück zum letzten Mal gespielt haben.

Constanze: Möchtest du nach »Ich, Cyborg!?« bei einem anderen Projekt am Theater Freiburg mitmachen?

Philip: Ja, denn Theaterspielen ist einfach klasse. Man lernt viele nette Leute kennen und es macht großen Spaß auf der Bühne zu stehen. Ich habe so viele neue Dinge erfahren und gelernt, dass ich feststellen muss: Theater ist produktiver als Schule. Allerdings wird mir erst mal nicht mehr allzu viel Zeit zum Theaterspielen bleiben: Das Abitur steht vor der Tür.

... spielen in zwei Projekten des Theaterlabors

... spielen in zwei Projekten des Theaterlabors

Constanze: Warum sollte ich mir unbedingt »Ich, Cyborg!?« anschauen?

Philip: Weil sich unser Stück mit einer Thematik beschäftigt, die den meisten Leuten überhaupt nicht bewusst ist: die zunehmende Selbsttechnisierung der Menschheit. Die Fragen lauten: Will ich ein Cyborg sein? Was ist für mich ein Cyborg? Ist ein Mensch, der eine Brille trägt, schon ein Cyborg? Welchen Nutzen hat es, ein Cyborg zu sein? Sind Cyborgs Menschen?
Unsere Inszenierung gibt keine klaren Antworten auf diese Fragen. Sie soll dem Zuschauer vielmehr Denkanstöße geben, um sich zu diesem Thema eine eigene Meinung zu bilden. Vor allem macht es aber auch Spaß, sich unser Stück anzuschauen und man erfährt, was man so alles mit Blumenkohlköpfen anstellen kann. Wir haben viele, sehr viele solche Blumenkohlköpfe auf der Bühne. Mittlerweile haben schon alle eine mehr oder weniger ausgeprägte Blumenkohl-Phobie entwickelt.

Constanze: Wieso habt ihr denn Blumenkohl auf der Bühne?

Philip: Blumenkohlköpfe sehen ein wenig aus wie Gehirne. Und um die geht es schließlich in unserem Stück…

»Ich, Cyborg!?« ist nochmals am 4. und 7. Dezember 2009 zu sehen. Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0761 201 28 53 oder theaterkasse@theater.freiburg.de

GBJ FRAGT FSJ

28. Oktober 2009 | VON: emmkahEin KommentarKategorie: Laborblog

In der Spielzeit 2009/10 gibt es zwei neue Mitarbeiter im Jungen Theater Freiburg. Beatrice du Bellier (Gemeinnütziges Bildungsjahr Musikvermittlung) hat Benedikt Grubel (FSJ Kultur Theaterpädagogik) interviewt und umgekehrt.

Beatrice und Benedikt

Beatrice und Benedikt

Beatrice (Trixi) du Bellier absolviert in der Spielzeit 2009/2010 ein Gemeinnütziges Bildungsjahr (GBJ) am Theater Freiburg. Zwölf Monate lang wird sie Katharina Mohr im Bereich Musikvermittlung und Konzertpädagogik zur Seite stehen…

Hallo Trixi. Wie geht es dir hier am Theater?

Ich finde alles ganz toll. Es ist ausgesprochen interessant, was für verschiedene Abteilungen es hier am Haus gibt und wie sie alle zusammenarbeiten und es macht Spaß, das Theaterleben hautnah mitzuerleben. 
Die Menschen, die ich hier getroffen habe, waren bisher allesamt interessant und nett. Kurzum: Ich fühle mich sehr wohl.

Du machst ein Gemeinnütziges Bildungsjahr. Worum genau handelt es sich da und wie bist du drauf gekommen?

Über meinen Musiklehrer, der per Post informiert wurde, dass es ab der Spielzeit 09/10 am Theater Freiburg eine GBJ-Stelle in der Musikvermittlung gibt. Ich habe mir keine sonderlich großen Gedanken gemacht, als ich meine Bewerbungsunterlagen abgeschickt habe. Meine Entscheidung war spontan, aber jetzt bin ich froh, dass ich diesen Weg gewählt habe. Ich hätte mir nicht wirklich vorstellen können, nach der Schule direkt studieren zu gehen. Nun habe ich 12 Monate die Gelegenheit etwas ganz anderes zu machen. Das GBJ gibt einem die Chance, sich nach der Schule für die Arbeitswelt zu orientieren und gleichzeitig etwas für die Gemeinschaft zu tun. Vielleicht sage ich nach diesem Jahr, dass mich die Arbeit am Theater so sehr interessiert, dass ich nie mehr etwas anderes tun möchte.

Hast du dich seit jeher für die kulturelle Arbeit interessiert?

Ja, ich denke, das kann man so sagen. Ich habe immer viel Musik gemacht und gehört – querbeet durch alle Stilrichtungen. Mein Erstinstrument war die Blockflöte, dann kam die Geige dazu, momentan liegt mein Schwerpunkt auf Gesang. Ich war in der Abiband meines Jahrgangs, habe im Schulchor gesungen und singe momentan in einer Kirchenband. 
Ich bin auch schon immer ausgesprochen gerne ins Theater oder ins Musical gegangen. 
So gerne, dass ich eine Zeit lang unbedingt Musicaldarstellerin werden wollte. Diesen Plan habe ich allerdings schnell wieder verworfen… 
Ich arbeite gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen und war eine Zeit lang  Jugendgruppenleiterin in meiner Gemeinde. Somit ist der GBJ-Platz in der Musikvermittlung ideal für mich: Ich habe mit Musik und mit Kindern und Jugendlichen zu tun.

Kommst du aus Freiburg?

Nein, nicht ganz, aber aus der näheren Umgebung: aus Breisach. Ich bin aber in Freiburg zur Schule gegangen.

Was interessiert dich neben der Musik und dem Theater?

So das Übliche: Ich lese, treffe mich mit Freunden, gehe gerne ins Kino… Solche Dinge.

Welche Aufgaben warten auf dich, wenn du morgens das Theater betrittst?

Da ist zum einen natürlich die typische Büroarbeit, die auf mich wartet: Telefonieren, Mails beantworten, Adresslisten erstellen und so weiter und sofort. Zum anderen, und das ist definitiv der spannendere Teil, organisiere ich Veranstaltungen wie beispielsweise die »Samstagssitzer« (eine Konzertreihe für Kinder ab vier Jahren) mit, betreue das Kinderorchester und erstelle Lehrermaterialien für die Musiktheaterproduktionen hier am Haus.

Worauf freust du dich in diesem Jahr am meisten?

Auf einfach alles. Ich bin gespannt darauf, alles kennenzulernen, was mit dem Theater zu tun hat und immer tiefere Einblicke in die Arbeit eines professionellen Kulturbetriebes zu bekommen. Ich freue mich auch darauf, mich in alle Stücke, die ich sehen möchte, hineinzusetzen und sie mir anzuschauen.
 Richtige Erwartungen an mein Gemeinnütziges Bildungsjahr habe ich eigentlich nicht. Ich lasse das einfach auf mich zukommen…

GBJ und FSJ

... absolvieren ein GBJ und ein FSJ

Benedikt Grubel absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (FSJ Kultur) am  Jungen Theater Freiburg. 
In der Abteilung Theaterpädagogik unterstützt er in der laufenden Spielzeit Michael Kaiser und Anita Wunderle tatkräftig bei ihrer Arbeit…

Hallo Benedikt, wie hast du vom FSJ Kultur erfahren?

Ich habe im Internet recherchiert, ob es eine Möglichkeit gibt, sich nach der Schule kulturell zu engagieren und bin dabei auf das FSJ Kultur gestoßen. Das war für mich eine wunderbare Option, da ich mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr ganz nebenbei noch meinen Zivildienst ableisten kann.

Warum hast du dich für ein FSJ im kulturellen Bereich entschieden?

Ich habe schon früh angefangen, mich für das Theater zu interessieren. Als ich 14 war, schloss ich mich einer Schauspielgruppe an, später trat ich in die Theater-AG meiner Schule ein und gründete mit ein paar Freunden ein Film- und Hörspiellabel. Wir haben alles Mögliche produziert: Spielfilme, Dokumentationen und Hörspiele zu sämtlichen Themen. 
Ich habe auch schon immer gerne und viel Musik gemacht. In meiner Heimatstadt Cuxhaven habe ich in unserer Schul-Big-Band, der Abi-Band und einer Jazz-Combo Trompete gespielt.

Hattest du vor deinem FSJ Kultur schon einmal Kontakt zu einem professionellen Theaterbetrieb?

Nein, ich bewege mich sozusagen auf Neuland. Allerdings habe ich in unserem Stadttheater in Cuxhaven ein wenig gearbeitet: Ich habe Programmhefte verkauft und ab und zu an der Garderobe ausgeholfen. Das Stadttheater Cuxhaven, in dem ausschließlich Gastspiele aufgeführt werden, ist allerdings viel, viel kleiner als das Freiburger Theater. Einen richtigen Theaterbetrieb kannte ich also vorher nicht.

Du kommst also aus Cuxhaven. Wie kamst du an das Theater Freiburg?

Das war zu einem großen Teil Zufall. Ich habe mich in allen Bundesländern für das FSJ Kultur beworben und Baden-Württemberg war eines der ersten Länder, die sich bei mir zurückgemeldet und mir ein Vorstellungsgespräch hier am Haus vermittelt haben. Das Theater Freiburg war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Da ich sehr schnell eine Zusage bekam, habe ich mich dann auch für Freiburg entschieden.

Was sind deine Aufgaben in der Theaterpädagogik?

Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit hier am Theater besteht in der Betreuung der sechs Jugendclubs und der Spielstätte Werkraum. Der Werkraum ist sozusagen das Zentrum der Kinder- und Jugendarbeit hier am Haus. Außerdem begleite ich Schülerinnen und Schüler bei Theaterführungen, Probenbesuchen oder Publikumsgesprächen.
Von den Theaterbesuchern wird meist ein ganz wesentlicher Teil der Theaterarbeit übersehen: Die komplette Organisation, die hinter allen Projekten steckt. Und somit ist die Theaterarbeit auch Büroarbeit. Ich telefoniere viel, beantworte Mails, halte unseren Adressverteiler, in dem über 1500 Kontakte gespeichert sind, auf dem neusten Stand und, und, und… Das gehört eben auch dazu.

Hast du Erwartungen an das FSJ und an das Theater?

Ich möchte viele neue Leute kennen lernen und hautnah miterleben, wie dieser große Betrieb tickt und wie all die verschiedenen Abteilungen zusammen arbeiten. Zudem möchte ich Berufserfahrungen machen und mit diesem FSJ herausfinden, ob ich mir für meine Zukunft die Arbeit als Schauspieldramaturg vorstellen kann.

Wie gefällt dir dein FSJ bisher?

Es gefällt mir sehr gut. Ich freue mich jeden Morgen her zu kommen, da die Leute sehr nett sind. Die freundliche Atmosphäre in unserer kleinen Truppe ist einfach toll. Zudem ist die Arbeit am Theater einfach unheimlich interessant und selbst die Büroarbeit, und sei sie noch so stumpfsinnig, macht Spaß.
Freiburg an sich ist auch einfach eine schöne Stadt, in der ich gerne wohne. Ich habe eine nette WG in der Altstadt gefunden. Es ist im Moment vielleicht noch alles ziemlich neu, aber ich finde es super, ein selbstständiges Leben in und außerhalb des Theaters zu führen, das so ganz und gar anders ist als mein bisheriger Schulalltag.
Jedoch fehlen mir das Meer und die Weite ein wenig, doch die bergige Landschaft um Freiburg hat natürlich auch vieles für sich: sie ist zum Beispiel das ideale Terrain für Ausflüge mit dem  Rad, die ich sehr gerne mache. Allerdings bleib mir für solche Dinge neben meiner Arbeit nicht allzu viel Zeit…

ZDF: FSJ KULTUR AM THEATER FREIBURG

13. Oktober 2009 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Laborblog

Das Magazin »Wirtschaftswunder« des ZDF-Infokanals hat Benedikt Grubel, FSJ’ler am Jungen Theater Freiburg, einen Nachmittag lang bei seiner Arbeit begleitet.

Zu sehen ist der Beitrag in der Online-Mediathek des ZDF.

NEUES AUS DEM JUGENDCLUB: SPIELGRUPPE 2

13. Mai 2009 | VON: lauraKeine KommentareKategorie: Laborblog

Leon und Savana

Savana, Leon ... und rosa Plüsch

Die 5 Spielgruppen des Jugendclubs widmen sich in diesem Jahr jeweils einem Stück oder Thema aus dem Spielplan des Theater Freiburg. Sie erarbeiten eigene Versionen mit ihrer Sicht auf Figuren und Stoffe. Am 21. und 22. Mai zeigt die Spielgruppe 2 ihr Projekt »Alle waren Dorf nur ich war rosa«, das der Frage »In welcher Zukunft wollen wir leben?« nachgeht.

Die beiden Club-Mitglieder Savana Bonfig und Leon Hösl verraten, was euch erwartet.

Was ist das Thema eures Stückes?

Savana: Es geht darum, wie die Zukunft für uns Jugendliche aussehen könnte und wie wir uns darauf am besten vorbereiten können.

Leon: Außerdem geht es um die Andersartigkeit von uns Jugendlichen und darum, was wir mögen und was wir nicht so gerne mögen.

Wie seit ihr darauf gekommen? Woher kamen eure Ideen?

Leon: Anfangs haben wir uns mit dem Thema »life is a battlefield« beschäftigt und dazu auch viele Improvisationsübungen gemacht.

Savana: Später hatten wir dann auch Einzelproben, in denen jedes Jugendclub-Mitglied seine eigenen Ideen und persönlichen Geschichten einbringen konnte. Diese realen Geschichten wurden anschließend verfremdet und in das Stück integriert. Manchmal haben wir auch zu bestimmten Themengebieten (z.B. »Körper«) gearbeitet. Einige Jugendliche haben auch selbst Texte geschrieben, die dann in das Stück eingebaut wurden.

Was ist das Besondere an eurem Stück?

Leon: Meiner Meinung nach ist das Besondere, dass es keine Haupt- und Nebenrollen gibt. Alle kommen gleich oft vor.

Savana: Darüber hinaus ist es collagenhaft und somit kein »klassisches« Theaterstück.

Was erwartet mich, wenn ich mir das Stück anschaue?

Leon: Ich denke, als Zuschauer wird man zwischenzeitlich verwirrt sein, aber auch eine Menge zu lachen habe. Es gibt nicht nur Text, sondern auch Tanz, Musik und eine Revolution!

Savana: Wenn man aus dem Werkraum geht, wird man durch die vielen Geschichten, die inhaltliche alle miteinander verknüpft sind, zum Nachdenken angeregt werden.

LABORBLOG

5. Mai 2009 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Laborblog

Im »Laborblog« gibt es Ein- und Ausblicke aus dem Laborbereich sowie Offtopic-Infos rund ums Theater(er)leben. Der »Laborblog« wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Projekte gestaltet werden. Dieser Eintrag öffnet die Tür: Tritt ein!