Archiv für November 2011

AUF DER SPUR DER KLEINEN HEXE (1)

30. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

»Die kleine Hexe«

Am 6. Dezember ist es endlich wieder soweit: Die kleine Hexe ver- und bezaubert nach knapp zehn Monaten Pause wieder Jung und Alt (und hoffentlich alle dazwischen) im Großen Haus. Da sich unsere Inszenierung nunmehr im dritten Jahr im Spielplan befindet, ist es dringend an der Zeit, einmal den Spuren der Nachwuchs-Hexe hinter die Bühne zu folgen!

Direkt neben dem Großen Haus finden sich – in unmittelbarer Nähe zu den knautschigen Schwarzwälder Kirschtorten aus der Oper »Hänsel und Gretel« – erste Requisitenwägen mit der Aufschrift »Kleine Hexe«, die für die Wiederaufnahme-Proben bereit stehen. Die Spur ist also aufgenommen und wird uns weiter hinter die Bühne, tiefer ins Innere des Theaters führen.

Requistiten aus »Die kleine Hexe«

Die fiese Knusperhexe treibt übrigens ebenfalls in Kürze erneut ihr Unwesen mit den Geschwistern H. und G.: Humperdincks Oper ist nämlich ab dem 3. Dezember wieder zu sehen – im Großen Haus … und mit jeder Menge Knautsch-Torten.

Bei der Hexe aus »Hänsel und Gretel« gibt es Schwarzwälder Kirschtorte (Foto: M. Korbel)

Im Montageraum werden derweil die riesigen, fahrbaren Holzelemente für »Die kleine Hexe« zusammengebaut: Als die Inszenierung im Februar in den Sommerschlaf ging, mussten diese Kolosse auseinandergeschraubt und -geflext werden, da der Lagerplatz im Theater nicht ausreichte, um sie einfach bis Dezember dezent in einer ungenutzten Ecke stehen zu lassen.

Im Montageraum

Im Montageraum

Die Kollegen der Technik haben in den letzten Wochen jede Menge Neu-Holz besorgt, mit dem sie nun den Blocksberg wieder aufschichten. Denn nur mit richtig viel frischem Holz wirken die Scheite später auf der Bühne bei der großen Hexenfeier auch so richtig eindrucksvoll.

Im Montageraum

Im Hintergrund des nächsten Bildes sieht man hinter dem Hexen-Holzscheit die Lampen, die in der Oper »Manon Lescaut« als sog. »Plafond« über der Bühne hängen und allesamt von unserem Theaterplastiker im Tiefziehverfahren hergestellt wurden.

Lampen aus »Manon Lescaut«

Auf der Bühne sehen die dann so aus:

»Manon Lescaut« (Foto: M. Korbel)

Auf der Hinterbühne entdecken wir ein Kugel-Teil des Schneemanns …

Schneemann – vorher

… der während der Vorstellung zum Leben erwacht und den beiden üblen Nachbarsjungen, die einen richtig gut gebauten Schneemann nicht zu schätzen wissen, eine kleine Lektion erteilt.

Schneemann – nachher

Im zweiten Teil besuchen wir den Kostümfundus, die Maske und den Rüstmeister des Theaters. Von ihm lassen wir uns zeigen, wie die kleine Hexe auf der Bühne eigentlich Feuer speit!

JUNGE BÜHNE SUCHT VISIONÄRE

22. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

»die junge bühne«

Die Zeitschrift »junge bühne« ist auf der Suche nach begeisterten Theatergängern, -spielern, -erneuerern, und vielleicht auch -träumern. Anlässlich des fünften Geburtstags werden Visionäre gesucht, die ihre Ideen zur Zukunft des Theaters, ganz allgemein und/oder sehr persönlich an die Redaktion schicken – als Zeichnung, kurzen Text, Collage oder in sonstiger kreativer Form.

Sendet eure Ideen zum Thema »So sieht mein Theater der Zukunft aus«, Einsendeschluss: 31.12.2011.

Der originellste Beitrag (nach subjektiver Meinung der Redaktion) wird in der nächsten Ausgabe abgedruckt, erhält zwei Freikarten in einem Theater seiner Gegend und eine kostenlose Ausgabe des Theatermagazins »Die Deutsche Bühne«.

Schickt eure Beiträge per Post an:
Redaktion »Die Deutsche Bühne«
St.-Apern-Str. 17-21
50667 Köln

Oder per E-Mail mit dem Betreff »Visionäre gesucht« an:  info@die-jungebuehne.de

AUF EINEN KAFFEE MIT THALIA SCHUSTER

17. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

»Pünktchen und Anton«

Die junge Regisseurin Thalia Schuster ist am Theater Freiburg keine Unbekannte: Bereits in der Spielzeit 2006/7 richtete sie das Kinder-Mitmachkonzert »Peter und der Wolf« szenisch ein, später etablierte sie den musikalischen Spielklub und inszenierte »Rotkäppchen«, »Der 35. Mai«, »Die kleine Hexe« sowie die Oper »Hänsel und Gretel«. Sie gründete in Birstein / Hessen 2008 eigene Festspiele und brachte jetzt Kästners Kinderbuchklassiker »Pünktchen und Anton« auf die Bühne.

Unser Mitarbeiter Florian Reichenbach traf Thalia Schuster, um mit ihr über ihre neuste Inszenierung zu sprechen.

Wie sind Sie bei der Bearbeitung von Erich Kästners Kinderbuchklassiker vorgegangen?
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, wollte ich »Pünktchen und Anton« auf der Bühne als Krimi erzählen: Die Kriminalgeschichte von Robert dem Teufel, der bei den Pogges einbricht, um deren Tresor auszurauben, und schließlich von der dicken Berta Schachmatt gesetzt wird. Andererseits gibt es so etwas wie einen zweiten Krimi: Pünktchen geht nachts heimlich mit ihrem Kindermädchen Fräulein Andacht unter der Weidendamer Brücke betteln – und das dürfen ihre Eltern auf keinen Fall wissen. Bei dieser Aktion hat sie ihren besten Freund Anton kennengelernt. Dieses Geheimnis verbindet und verbündet Pünktchen und Anton. Neben diesen zwei geheimen Vorgängen wird von Pünktchen erzählt, die aus einem sehr wohlhabenden Haushalt stammt, von ihren Eltern aber zu wenig Aufmerksamkeit erfährt, und Anton, aus sehr armen Verhältnissen stammend, der dafür ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter besitzt, von dem Pünktchen nur träumt.

Gab es besondere Herausforderungen bei der Bearbeitung von Erich Kästners Textfassung?
Kästners Theaterfassung, die unserer zugrunde liegt, beginnt klassisch zu Hause bei Familie Pogge und endet auch dort. Ich habe – wie auch schon bei der »Kleinen Hexe« – versucht, die zwei für mich besonders interessanten Themen an den Anfang zu stellen: Die Freundschaft von Pünktchen und Anton, die gemeinsam durch dick und dünn gehen, sowie die Geschichte von Robert dem Teufel. Dieser bricht in unserer Fassung zu Beginn aus dem Gefängnis aus, eine Sequenz, die wir zusätzlich erfunden haben.
Außerdem war es mir wichtig, Kästners Fassung aus den 1930er-Jahren herauszuholen und die Geschichte möglichst zeitlos zu erzählen, so dass genug Platz für Phantasie und unterschiedliche Erzählweisen bleibt. So spielen beispielsweise bei uns, wenn Pünktchen betteln geht, die Streichhölzer keine so große Rolle mehr und aus dem »Kinderfräulein« haben wir ein »Kindermädchen« gemacht.

»Pünktchen und Anton«

Was zeichnet die einzelnen Figuren in Ihrem Stück aus?
Pünktchen sprudelt vor Phantasie und Tatendrang, bleibt aber von ihren strengen Eltern mit ihren Ideen und Möglichkeiten alleingelassen. Ihre Familie lebt im Überfluss: Die Mutter kommt vom Shoppen nach Hause, geht abends zu Gesellschaften und Empfängen, und hat – ohne dass sie es böse meint, denn sie kennt es selbst gar nicht anders – für ihre Tochter einfach keine Zeit, da sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Dem Vater geht es ähnlich: Er ist mit seiner Gehstockfirma sehr erfolgreich, und seine Familie erscheint ihm praktisch perfekt. Er hat zwar einen etwas besseren Draht zu seiner Tochter, ist aber dennoch tief erschüttert, als er Pünktchen abends auf der Straße betteln sieht. Denn das liegt völlig jenseits seiner eigenen Lebensvorstellung. Für seine Tochter dagegen bedeutet das abendliche Betteln mit dem Kindermädchen großes Theater und Abenteuer.
Anton, der aus armen Verhältnissen kommt, hat im Gegensatz zu seiner quirligen Freundin den Ernst des Lebens schon kennen gelernt und zeichnet sich durch ein großes Verantwortungsbewusstsein aus, besonders im Bezug auf seine schwer kranke Mutter. Tagein, tagaus kümmert er sich um sie, damit sie eines Tages wieder arbeiten und Geld verdienen kann. Trotz allem ist aber auch Anton in erster Linie noch ein Kind, das gerne spielt. Er liebt es daher, mit Pünktchen zusammen zu sein. Sie bringt ihn auf andere Gedanken und auch mal zum Lachen.
Fräulein Andacht ist natürlich nicht nur Pünktchens Kindermädchen, sondern vor allem die Partnerin von Robert dem Teufel. Sie hat es mindestens genauso faustdick wie er hinter den Ohren, ist von Anfang an beteiligt an Roberts Ausbruch und schmiedet gemeinsam mit ihm den Einbruchsplan bei den Pogges.
Zu guter Letzt ist da noch Klepperbein, bei uns kein Portiersjunge, sondern ein cooler »Halbstarker« aus der Nachbarschaft. Mit seinen vielleicht fünfzehn Jahren – er ist somit deutlich älter als Pünktchen und Anton – versucht er, Pünktchen zu beeinflussen oder zu erpressen. Im Gegensatz zu Kästner ist er bei uns in Pünktchen verliebt.

Die Geschichte spielt an unterschiedlichen Orten. Wie wurde das bühnenbildtechnisch umgesetzt?
Für mich ist es immer wichtig, dass sich die Bühne mit dem szenischen Geschehen verbindet, dass man die Bühne nutzt, um nicht nur in ihr, sondern auch mit ihr zu spielen. Daher haben wir ein Bühnenbild aus vier großen, drehbaren Elementen entwickelt, mit denen wir die reiche Welt der Pogges, das von Armut gezeichnete Umfeld der Familie Gast sowie die Stadt darstellen können.
Den bei Pogges herrschenden Überfluss verdeutlichen wir durch allgemeine Überdimensioniertheit. Alles ist viel größer als gewohnt. Um den Gegensatz zwischen Arm und Reich auch bildlich darzustellen, haben wir dagegen bei den Gasts zu Hause alles unterdimensioniert. Die Schauspieler spielen hier auf sehr engem Raum. Eine weitere Besonderheit am Bühnenbild ist sicherlich der Swimmingpool der Familie Pogge, den wir für eine Szene im Orchestergraben eingerichtet haben!

»Die kleine Hexe«

Erich Kästner schreibt in der Einleitung zu »Pünktchen und Anton«: »Ich werde alles, was in diesem Buch mit Nachdenken verbunden ist, in kleine Abschnitte zusammenfassen. Diese »Nachdenkereien« tragen dann Titel wie »Von der Pflicht«, »Von der Selbstbeherrschung« oder »Von der Phantasie« und wirken teilweise wie kleine moralische Lehreinheiten. Wie sind Sie mit diesen »Nachdenkereien« vorgegangen?
In Kästners Bühnenfassung gibt es diesen Herrn Zeigefinger, der alles moralisch hinterfragt – wie ein Zeigefinger eben. Er stellt sozusagen das Pendant zu den »Nachdenkereien« dar. Einige dieser Nachdenkereien bzw. Textpassagen des Herrn Zeigefingers wurden bei uns als Lieder umgenutzt, das ist beispielsweise der Fall, wenn Pünktchen über die ungerechte Verteilung von Arm und Reich nachdenkt.
Allerdings möchte ich kein tiefmoralisches Stück mit »Zeigefinger« auf die Bühne bringen, bei dem einer an der Seite steht und sagt: »Hört zu, es gibt Arm und Reich!«. Alles soll vielmehr spielerisch vermittelt werden.

Inzwischen sind Sie ja bekannt für die enorm wichtige Rolle der Musik in Ihren Produktionen. Wie sieht es dieses Mal aus?
Für »Pünktchen und Anton« haben wir vier Musiker direkt auf die Bühne geholt, einen Akkordeon-Spieler, einen Tubisten, einen Percussionisten und eine Saxophonistin. Die Lieder, mit denen wir alle sehr zufrieden sind, wurden bereits im Vorfeld entwickelt und komponiert. Die Musiker begleiten zusätzlich per »Micky Mousing« – eine Technik, die in vielen Trickfilmen angewandt wird – viele Bewegungen der Schauspieler live auf der Bühne. Das konnte nur dadurch so gut gelingen, dass die Musiker in vielen Proben dabei waren, um sich besser auf die Schauspieler einstellen zu können.
Im Großen und Ganzen kann man also sagen, dass wir auch in dieser Inszenierung wieder sehr großen Wert auf die Musik gelegt haben.

Die nächsten Familienvorstellungen von »Pünktchen und Anton« stehen am So. 20.11.11 um 11 und um 13 Uhr an. »Hänsel und Gretel« wird am 3. Dezember wieder in den Spielplan genommen, »Die kleine Hexe« folgt am 6. Dezember.

PÜNKTCHEN UND ANTON UND DIE BZ

15. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

Zeitungskritik »Pünktchen und Anton«

In der heutigen Ausgabe der Badischen Zeitung gibt es die Rezension der Premiere von »Pünktchen und Anton« zu lesen.

Hier die Kurzzusammenfassung:

»Erich Kästners Kinderbuchhelden haben das Herz auf dem rechten Fleck, sind quicklebendig und so gewieft, dass sie die Erwachsenen mit links in die Tasche stecken – daran hat sich auch nach achtzig Jahren nichts geändert. Und genau diesen frisch-frechen Charme atmet auch das Kinderstück ›Pünktchen und Anton‹, das jetzt im Theater Freiburg rauschende Premiere feierte. (…) Leichtfüßig und doch mit viel Gefühl verquicken sich hier Spaß und Ernst, ohne dass Letzterer moralisch oder rührselig gerät. Die tolle Musik trägt das ihre dazu bei. Rundum gelungen!«

Die gesamte Kritik kann man hier auf den Bildschirm holen. Die nächsten Familienvorstellungen von »Pünktchen und Anton« stehen am So. 20.11.11 um 11 und um 13 Uhr an.

PÜNKTCHEN UND ANTON SINGEN

12. November 2011 | VON: emmkahEin KommentarKategorie: Aktuelles

»Pünktchen und Anton – Die Lieder«

Morgen hat endlich »Pünktchen und Anton« Premiere. Eines der wichtigsten Gestaltungsmittel der Inszenierung von Thalia Schuster (»Die kleine Hexe«) ist die Musik: Der Film- und Theaterkomponist Thomas Seher (»Buddenbrooks«, »Die große Pause«) hat für das neue Kinderstück im Großen Haus viele Songs komponiert und getextet. Sie werden auf der Bühne live von vier Musikern vertont.

Die CD »Pünktchen und Anton – Die Lieder« ist morgen pünktlich zur Premiere zum Selbstkostenpreis von 5,50 Euro in den Foyers und an der Theaterkasse erhältlich.

Das Lied »Ungerecht«, das von der Schauspielerin Lena Drieschner (Pünktchen) gesungen wird, kann hier bereits heute kostenlos heruntergeladen werden.

JUNGES THEATER: JETZT MITMACHEN!

8. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

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Derzeit (Stand: 8.11.11, 10.49 Uhr) sind noch Restplätze in unseren Theaterklubs frei. Wer sich noch anmelden möchte, tut dies mit Anmeldcoupon direkt an der Theaterkasse. Die erreicht man telefonisch unter: 0761 201 28 53

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Geigenspiel ist was für Langweiler oder Streber? Manuel Druminski, Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters Freiburg, beweist mit seiner E-Geige das Gegenteil: Freiburger Jugendliche haben die Möglichkeit, mit ihm beim »Saitenbeats«-Projekt ihr Instrument neu zu entdecken. Teilnehmen können alle ab 14 Jahren, die seit einigen Jahren Geige oder Schlagzeug spielen.

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Im Herbst 2012 feiert ein neues Musical-Projekt unter der Leitung von Gary Joplin, Emma-Louise Jordan und Nikolaus Reinke (»Flokati«, »Cinderella«) im Kleinen Haus Premiere: »13« setzt sich mit den Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens auseinander. Wir suchen Mädchen und Jungen zwischen 12 und 17 Jahren. Am Sa. 7. und So. 8.1.12 laden wir alle Interessenten ins Theater ein, um das Ensemble zusammenzustellen.
Weitere Infos und Anmeldeformulare gibt’s unter: www.theater.freiburg.de/dreizehn

BILDER AUS DEM WUNDERLAND

6. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

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Tänzer und Choreograph Graham Smith arbeitet momentan intensiv zusammen mit Maria Pires in der Kita Fidibus in der Kampffmeyerstraße, FR-Haslach. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und Erziehern entsteht hierbei das Projekt »Wunderland«, das am Fr. 16.12.11 Premiere im Finkenschlag, der Außenstation von pvc in der Damaschkestrasse 9 in Alt-Haslach Süd, haben wird.

In seinem Blog berichtet Graham regelmäßig über das Projekt. Fotos von großen und kleinen Wundern in der in der Kampffmeyerstraße sind außerdem im digitalen Fotoalbum abrufbar.

DIE KRALLEN SIND GEWETZT

5. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

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Die Ohren sitzen, die Krallen sind gewetzt, es kann losgehen: Am vergangenen Samstag hatten zwölf Kinder zwischen 5 und 6 Jahren mit dem Projekt »Naturschauspiele« Premiere im Werkraum. Unter dem Motto »von Kindern für Kinder« entstand eine spannende Inszenierung für kleine Zuschauer von 5 bis 7 Jahren.

Zu Beginn sieht man zunächst eine überdimensionale, weiße Leinwand. Davor liegt ein Knäuel von Katzenkindern, die schlafen. Langsam setzt die Dämmerung ein, die Sonne geht auf und die Katzen räkeln sich, spielen mit ihren eigenen Schatten und schmusen zu den fröhlichen Akkordeonklängen der Musikerin Gisa Hardegen. Doch als die Sonne zur Mittagszeit in den Zenit steigt sind die Schatten auf einmal verschwunden.
»Wo sind sie hin?« fragen sie sich. Bestimmt hat die freche Maus Wendelin sie geklaut, überlegen die Katzen – und los geht die Schattenjagd. Es folgt ein 15-minütiges Schattentheater mit stimmungsvollen Bildern und liebevollen Details. Gebannt verfolgen die Zuschauer die Suche.

Seit September 2010 haben die Kinder Ideen gesammelt, was ihnen Tag für Tag an Besonderheiten in ihrer Umgebung auffallen. Wie entsteht was, warum, wozu und wodurch? Die möglichen Antworten darauf wurden erforscht und seit September 2011 in wöchentlichen Proben im Theater  ins Theaterspiel überführt.

Anschließend dürfen die Zuschauerkinder selbst aktiv werden: In verschiedenen interaktiven Forscherräumen zu den Themen »Klang«, »Löcher«, »Licht und Schatten«, »Wetter« und »Vulkane«.

»Die Idee ist vielleicht neu, aber eigentlich ganz einfach, denn alles ist spielbar«, so Projektleiterin Anna Terstiege. In ihren Augen lässt sich alles theatral umsetzten und so liegt es für sie auch nahe sich den naturwissenschaftlichen Phänomenen spielerisch zu nähern.
Als weitere Besonderheit sollen auch andere pädagogische Einrichtungen angesprochen und zum Mitmachen animiert werden: Im November können Kindergarten- und Grundschulgruppen die Forscherräume im Rahmen des Workshops »Wenn der Eimer aber ein Loch hat« (ohne Schattentheater-Aufführung) selbst ausführlich unter der Anleitung der Theaterpädagogin erkunden und sich ihre ganz eigene Schattengeschichte ausdenken.

»Naturschauspiele«
Fr. 11. & Do 17.11., 10 Uhr

»Wenn der Eimer aber ein Loch hat«
Workshops für Gruppen: Di. 15.11. / Di. 22.11. / Do. 24.11.11, 10 Uhr
Workshop für Familien: Sa. 26.11.11, 15 Uhr, Werkraum
Anmeldung / Tickets jeweils an der Theaterkasse

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WUNDERLAND HASLACH

1. November 2011 | VON: emmkahKeine KommentareKategorie: Aktuelles

pvc – »Wunderland«
Im Oktober 2010 zog pvc, die Tanzsparte des Theater Freiburg, nach Haslach, um den größten Freiburger Stadtteil näher kennen zu lernen und jenseits der Klischees nach den Lebensbedingungen der Bewohner zu forschen. Aus dem damaligen Projekt »Haslach – Deine Heimat!« ist eine intensive und sehr freundschaftliche Begegnung mit den Menschen vor Ort geworden, die keinen der Beteiligten kalt gelassen hat.

Seit März 2011 hat pvc nun die alte Kneipe »Finkenschlag« in der Damaschkestrasse 9 in Alt-Haslach Süd angemietet. Der Ort war zehn Jahre lang verriegelt und unbetreten, jetzt ist er die Außenstation der Tanzsparte, ein Satellit mitten in FR-Haslach.

Der Finkenschlag

Graham Smith, Tänzer und Choreograph bei pvc, arbeitet derzeit im Rahmen dieser Stadtteilerkundung zusammen mit Maria Pires dreimal in der Woche in der Kita Fidibus, die in der Kampffmeyerstraße beheimatet ist. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und Erziehern entsteht dabei das Projekt »Wunderland«, das am Fr. 16.12.11 um 16 Uhr Premiere im Finkenschlag hat.

Graham Smith

Im Anschluss an die Premiere kann dann der zum Wunderland umfunktioniere Finkenschlag bis zum 20. Dezember von Kindern aus Haslach und anderen Stadtteilen Freiburgs erkundet werden! Die Termine finden sich hier im Spielplan. Die genaue Lage des Finkenschlags kann man hier abrufen.

Projekt »Wunderland«

Maria Pires in der Kita Fidibus

»Do. 13.10.11: Fallschirmspiel. Ugh. Unkonzentriert, wild. Mehrere Kinder verletzen sich leicht innerhalb von 3 Minuten. Spielstopp, wieder im Kreis, sanfte Gitarrenmelodie von Frau Weber. Mr. Smith bedankt sich und erklärt, wie wichtig es ist, miteinander zu spielen und nicht gegeneinander. Am Ende haben wieder 4 Kinder auf jedem Fuß von Mr. Smith geklebt. Das muss man eigentlich mit-inszenieren.«

Graham berichtet regelmäßig über das Projekt in einem Blog, in dem er von Erfolgen und Kriesen, von Tanzimpros und Trinkpausen, von Ritualen und Krankheitsepidemien zu erzählen weiß.