GRENZLAND

von | 28.05.2019

Im Titel seines Sachbuch-Bestsellers von 2010 bezeichnet Siddhartha Mukherjee den Krebs als „König aller Krankheiten“. Und DER SPIEGEL konstatierte kürzlich, dass jede_r Zweite im Laufe seines Lebens daran erkranken würde. Betroffen sein werden nahezu alle von uns, früher oder später. Denn auch eine Erkrankung im Umfeld stellt ein einschneidendes Ereignis dar. Krebs ist ein Thema, das wir an den Rand drängen, in der Hoffnung, dass es noch dauert, bis es uns betrifft – auf die eine oder andere Weise.

In der Produktion GRENZLAND erforscht eine Gruppe Männer unterschiedlichen Alters das Gebiet zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Bangen und Hoffen, zwischen Alltag und Ausnahmesituation. Ab Oktober 2019 zeigen wir GRENZLAND im Wechsel mit DIE KRONE AN MEINER WAND, der Vorgängerproduktion von und mit Frauen mit und ohne Krebs.

Der Choreograf Gary Joplin realisiert seit vielen Jahren Projekte für das Junge Theater. Im Werkraum entstanden unter seiner künstlerischen Leitung die Tanzproduktionen SCHWITZKASTEN, SOUND BITES und AKIMBO, an denen junge Menschen mit und ohne Behinderung beteiligt waren. 2014 erarbeitete er gemeinsam mit Jugendlichen und Mitgliedern der Seniorentheatergruppe „die methusalems“ das vielbeachtete Mehrgenerationen-Stück BACKWARDS DREAMING.

Die Tänzerin und Choreografin Monica Gillette hat sich u. a. im Rahmen der Langzeitprojekte BRAIN DANCE und STÖRUNG/ הערפה am Theater Freiburg intensiv mit Bewegung und Bewegungsstörung bei Menschen mit Parkinson befasst. 

Kooperation mit der Fördergesellschaft Forschung Tumorbiologie e. V. und Jung und Krebs e. V. // Weitere Informationen zur Fördergesellschaft unter: www.foerderer-tumorbiologie.de

Fotos: Britt Schilling