Beiträge unter 'Poetry Slam'

SO WAR’S BEIM »DEAD OR ALIVE«-SLAM

1. Mai 2013 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Am vergangenen Donnerstag gab es wieder »Poetry – Dead or Alive« im Großen Haus. Zum fünften Mal traten lebende Spoken Word Poeten gegen tote Autorenlegenden an, denen Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Ensemble des Theater Freiburg Körper und Stimme liehen. In diesem Jahr lieferten sich die beiden Teams ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.

Für die Lebenden stiegen Anke Fuchs, Tobias Gralke, Fatima Moumouni, René Sydow und Jan Philipp Zymny in den Ring. Den Geistern der Toten gewährten Victor Calero (Kurt Schwitters), Bozidar Kocevski (Georg Britting), Nicole Reitzenstein (Valerie Solanas), Andreas Helgi Schmid (Erich Kästner) und Stephanie Schönfeld (Mascha Kaléko) temporär Unterschlupf.

Aus dem ewigen Schlaf geholt wurden die Verstorbenen diesmal von einer Totenerweckerin und ihrer Musikerin. Im Backstage-Bereich glücklich über diese gelungene Erweckung (v.l.): Qin Du mit Mr Black und seiner reizender Gattin Mrs White

Zu guter Letzt traten René Sydow und Erich Kästner im Finale gegeneinander an und beendeten den fulminanten Abend mit einem Remis.

Die Show war bereits Wochen zuvor ausverkauft. Einen kleinen Einblick für alle, die nicht dabei sein konnten, geben diese beiden Clips (Lang- und Kurzversion):

VOLLE HÜTTE: DEAD OR ALIVE

21. April 2013 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

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Die »Dead or Alive«-Slams sind Kult. Bereits zum fünften Mal kommt es nächste Woche zum literarischen Showdown im Großen Haus. Zeremonienmeister dieses Spektakels ist Sebastian 23, hinterm DJ-Pult steht Nachtfalke aus Dortmund.

Für die Lebenden treten an: Anke Fuchs, Tobias Gralke, Fatima Moumouni, René Sydow und Jan-Philipp Zymny. Den Toten leihen Victor Calero, Bozidar Kocevski, Nicole Reitzenstein, Andreas Helgi Schmid und Stephanie Schönfeld aus dem Schauspiel-Ensemble Körper und Stimme.

Doch »The Night of the living Dead 2013« ist bereits ausverkauft. Was kann man außer Hintereingang-Reinschleichen und überteuertem Schwarzmarkt tun? An der Abendkasse im Großen Haus verkaufen wir am Do. 25.4. vor der Show Stehplatzkarten – allerdings nur so lange Kapazitäten da sind.

DEAD OR ALIVE 2013

22. Februar 2013 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Guess Who’s Back! VVK läuft.

TEASER: POETRY SLAM SPEZIAL

14. November 2012 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Teaser Poetry Slam Spezial: LMBN

Am 8. Dezember hat die erfolgreiche Slam-Leseshow LMBN aus Dortmund ein Auswärtsspiel im Theater Freiburg: LMBN, das sind die Slammer Andy Strauß, Sulaiman Masomi, Mischa-Sarim Verollet und Sebastian 23, begleitet vom Live-Painter Artur Fast und von DJ Nachtfalke.

Das Video bietet einen Einblick. Oder gar einen Ausblick?

Der VVK läuft – Karten gibt es hier auf der Website des Theater Freiburg oder an den bekannten VVK-Stellen.

Poetry Slam Spezial: LMBN
Die Slam-Show mit Andy Strauß, Mischa-Sarim Verollet, Sebastian 23, Sulaiman Masomi, Artur Fast und DJ Nachtfalke / Sa. 8.12.12, 20 Uhr, Großes Haus
Mehr von und über LMBN: www.facebook.com/LMBN.Lesebuehne und www.lmbn.de

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LMBN? WTF?!

30. Oktober 2012 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Poetry Slam Spezial: LMBN am Sa. 8.12.12 im Großen Haus

Im Sommer 2008 hatten vier Poetry Slammer und ein DJ eine Vision: Die beste Lesebühne der Welt zu gründen. Kurz darauf war es soweit – seit Januar 2009 begeistert die Slam-Kabarett-Burlesk-Entertainment-Show LMBN monatlich das Publikum in Dortmund.

LMBN aus der Sicht von Artur Fast

LMBN ist keine Lesung, keine Kunst und kein Rockkonzert. LMBN ist nichts davon und trotzdem alles auf einmal. Vier der bekanntesten Poetry Slammer des Landes in der Show des Jahres: Andy Strauß, Mischa-Sarim Verollet, Sebastian 23 und Sulaiman Masomi stecken Köpfe und Texte zusammen und rocken am 8. Dezember das Große Haus.

LMBNtronic (A. Fast)

Die vier Slammer sind weltweit mit ihren Texten unterwegs gewesen, von Vancouver über Kairo bis Kapstadt. Sie haben alles gesehen, außer einer »Säule der Toleranz« und einem grünen Bürgermeister, der das Abstellen von Fährrädern in der Innenstadt verbietet. Und so führt sie ihr Weg erstmals gemeinsam nach Freiburg …

Immer mit dabei ist Artur Fast, der die Show mit Live-Painting begleitet und auf Großleinwand zeigt, wie spontan und stylish digitale Malerei sein kann. DJ Nachtfalke (rough friends, Dortmund) liefert den Soundtrack zu dieser Show und rundet dieses Ereignis mit hungrigen Beats und satten Bässen ab.

Poetry Slam Spezial: LMBN
Die Slam-Show mit Andy Strauß, Mischa-Sarim Verollet, Sebastian 23, Sulaiman Masomi, Artur Fast und DJ Nachtfalke / weitere Infos und Tickets gibt es hier
Sa. 8.12.12, 20 Uhr, Großes Haus

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DEAD BUT ALIVE

5. Juni 2012 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Sebastian 23 moderiert »Dead or Alive«

Bereits zum vierten Mal kam es am 24. Mai 2012 bei »Poetry – Dead or Alive« zum literarischen Showdown im Theater Freiburg. Zeremonienmeister dieses Spektakels war Sebastian 23, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Poetry Slammer Deutschlands. Hinterm DJ-Pult stand DJ Nachtfalke aus Dortmund. Für die Lebenden traten Florian Cieslik, Julian Heun, Sophie Passmann und Nektarios Vlachopoulos an.

Julian Heun, Sophie Passmann, Florian Cieslik und Nektarios Vlachopoulos

Auf der Seite der Toten stiegen Ovid (Hendrik Heutmann), Benjamin Neukirch (Victor Calero), Kurt Cobain (André Benndorff) und David Foster Wallace (Nicola Fritzen) in den Ring …

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… deren Auftritt man nochmals in diesem Clip ansehen kann:

Weitere Bilder fürs Poesiealbum sind hier abrufbar.

WECKWORTE: POETRY VS. VERGESSEN

23. Mai 2012 | VON: Anita WunderleKeine KommentareKategorie: Poetry Slam, Theaterklubs

Lars Ruppel (Foto: A. Wunderle)

Vor rund einem Monat fanden im Theater Freiburg die Landesmeisterschaften im Poetry Slam statt, morgen Abend gibt es wieder »Poetry – Dead or Alive«. Jenseits der großen Bühne trifft sich derweil der hauseigene Slamklub, um gemeinsam Texte zu schreiben, das gesprochene Wort zu erforschen und zu erkunden, wie man Slam und Theater fusionieren kann. In diesem Jahr hat der Klub gemeinsam mit Slammer Lars Ruppel Seniorinnen, die an Alzheimer erkrankt sind, im Marienhaus besucht. Ein Bericht von Klub-Mitglied Victoria Kempter:

»Ich bin scheisse, ich bin ein Pinguin, ich kann gar nichts.«

So lauten Motivation, Lebensmotto und Schlachtruf von Lars Ruppel, Slam Poet. Zu zehnt stehen wir in einem kleinen Zimmer des Freiburger Theaters. Er alleine unter neun jungen Frauen. »Und wenn euer Lehrer euch fragt, warum ihrs nicht drauf habt, was sagt ihr da?« ruft er in die Runde. »Ich bin scheisse, ich bin ein Pinguin, ich kann gar nichts«, antworten wir im Chor. Mit strahlenden Augen und breitem Grinsen im Gesicht setzen wir uns, und Lars fängt an zu erzählen. Er erzählt von den Demenz- und Alzheimerkranken Seniorinnen, die wir besuchen werden. Wie sie immer mehr vergessen, erst Tage, dann Wochen, Monate und Jahre, bis es Jahrzehnte werden und nur noch die Kindheit in Erinnerung bleibt.
»Was könnt ihr denn für Gedichte auswendig?« fragt er anschließend. Der Reihe nach zählen wir die klassischen Werke wie den »Erlkönig« oder den »Zauberlehrling« auf. Bei jedem neuen Gedicht fangen Lars Augen an zu glänzen und er sagt verträumt eine oder zwei Zeilen auf.
Während wir sammeln, teilt Lars stapelweise Gedichte aus. Von diesen sucht sich nun jeder eines aus, das er vortragen will. Nacheinander stellen wir uns in die Mitte des Stuhlkreises und tragen diese in verschieden Techniken vor. Eines der Mädchen, Jule, rezitiert »Mutters Hände« von Kurt Tuchlovsky. Während sie spricht, läuft sie im Kreis herum und nimmt nacheinander von jedem Anwesenden die Hände. Ich trage die »Mondnacht« von Joseph von Eichendorff vor. Eine Zeile nach der anderen. Nach jeder Zeile mache ich eine Pause, damit die anderen sie wiederholen können.

​Wir sind im Marienhaus, dem Altersheim, angelangt. Es ist sonnendurchflutet und erinnert an eine Mischung aus Krankenhaus und Jugendherberge. Wir müssen sehr leise sein, weil im Empfangssaal ein Konzert ist. Die Betreuerin, die uns zu den Damen führt, mit denen wir den Nachmittag verbringen werden, ist sehr glücklich und aufgeregt über unser Kommen. Lars bittet uns zu warten, bis er uns reinruft.

Und die Show geht los. Beschwingt betritt er den kleinen Raum und begrüßt die neun alten Damen und die zwei Betreuerinnen, die gespannt im Stuhlkreis sitzen. Er redet, und ich komme mir vor, als sei ich in einem Film. Ich bin so nervös, dass ich nicht höre, was er erzählt, bis wir eintreten. Die Damen schauen uns gespannt an. Wir gehen im Kreis rum, geben jeder der Frauen die Hand und stellen uns vor. Es ist seltsam, da man nicht weiß, wie lange sie sich an einen erinnern werden. Fast alle sprechen uns auf unsere kalten Hände an. Sie gehen selten raus. Jetzt im Winter fast nie.

Sobald wir alle sitzen, legt Lars erst richtig los. Alles was er tut, ist spontan, klingt aber, als sei es nach Drehbuch. Sein erstes Gedicht ist »Die Glocke« von Schiller. Eine der Damen horcht auf. Sie fängt an mitzusprechen. Lars wird still und lässt der Dame den Vortritt. Sobald sie anfängt zu stocken, springt Lars ein und unterstützt sie. Er hat sich inzwischen vor sie gekniet und schaut ihr in die Augen. Wir alle sind erstarrt, ergriffen von diesem magischen Moment. Als das Gedicht vorbei ist, klatschen alle. Die Frau strahlt, sichtlich stolz. Danach leitet Lars nacheinander die einzelnen Gedichte und Mädchen ein. Wir schaffen Atmosphäre, bringen die Damen zum Lachen. Wir wecken Erinnerungen und reizen ihre Sinne.

Jeder Dame überreichen wir zum Abschied eine Blume und sie reagieren überraschend. Eine lehnt sie ab, da sie bei ihr sowieso verdorren würde. Eine andere schenkt sie mir nach ein paar Minuten, weil sie sich offensichtlich nicht daran erinnern kann, wo die Blume plötzlich herkam. Es ist erschreckend und auch traurig zu wissen, dass sie uns nicht erkennen werden, wenn wir sie das nächste Mal besuchen.

​Lars tourt seit 2009 mit »Weckworte« (oder »Alzpoetry«) durch ganz Deutschland. Seinen Ursprung hat das Projekt in den USA, wo es von Schriftsteller Gary Glazner im Jahr 2004 ins Leben gerufen hat.
»Es geht nicht darum, dass sie sich an heute erinnern, das können sie gar nicht. Es geht darum, dass ihr ihnen schöne Momente bereitet«, bleute Lars uns kurz vor der einstündigen Session ein und jetzt weiß ich, was er damit meinte.

THE RETURN OF THE LIVING DEAD

7. Mai 2012 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Einblicke in die Planung: Am 24. Mai 2012 treten im Großen Haus endlich wieder lebende gegen tote Poeten an. Die Vorbereitungen zur Slam-Gala »Poetry – Dead or Alive« sind bereits im vollen Gange.

Seit nunmehr vier Jahren öffnen sich einmal pro Jahr die Pforten zum Jenseits, damit verstorbene Autoren-Legenden vergangener Epochen für eine Nacht lang hindurchschlüpfen und auf die Erde zurückkehren können. Ihre Mission: Sich in einer fulminanten Dichterschlacht im Theater Freiburg mit Poetry Slammern der Gegenwart zu messen. Zeremonienmeister Sebastian 23 lässt in diesem Jahr Florian Cieslik, Julian Heun, Sophie Passmann und Nektarios Vlachopoulos auf die besten Poeten von gestern, vorgestern und davor treffen.

Bisher war das Lager der Toten gegenüber der Presse stets sehr verschlossen und lehnte jede Art von Interview ab. In diesem Jahr jedoch gewähren Mr Black und Mrs White erstmals Einblicke in die Realisierung des besonderen Events. Black und White organisieren die Reisen der Verstorbenen ins Diesseits und achten penibel darauf, dass den speziellen Bedürfnissen der verblichenen Künstler von Seiten der Veranstalter aus Rechnung getragen wird.

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Am Bühneneingang des Theaters erzählen Black und White, dass die Pförtner in den ersten Jahren bei ihrer Ankunft irritiert gewesen seien: »Mittlerweile sind wir jedoch per Du«, berichtet Black, während ihm der Theater-Mitarbeiter kumpelhaft die Zuschriften von Zuschauern des letzten Jahres – vor allem Briefe für Frauen-Schwarm Heinz Erhardt – in die bleiche Hand drückt.

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Jetzt heißt es erst einmal warten: Der Termin von Black und White mit Steffen Müller verschiebt sich aus dispositionellen Gründen um 15 Minuten. Müller arbeitet im Betriebsbüro des Theaters und ist für die Probenplanung der Slam-Gala zuständig.
»Es geht darum, das Beste für uns herauszuholen«, betont Mrs White, deren Stimmung aufgrund der Wartezeit umzukippen droht. »Bühnenzeiten sind immer knapp. Unsere Klienten jedoch sind eingerostet und brauchen mehr als nur ein knappes Spacing

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Im Betriebsbüro bleibt keine Zeit für Höflichkeiten, White kommt ohne Umschweife zur Sache: »Wenn wir nicht mindestens eine zusätzliche Morgenprobe bekommen, reisen wir ab!«
Steffen Müller bleibt gelassen und bietet dem skurrilen Paar Zusatz-Proben im geräumigen Heizungskeller des Theaters an: »Für mich ist es schon eine besondere Situation – mit toten Toten-Managern hat man selbst am Theater nicht jeden Tag zu tun.«

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Die Frage, welche toten Autoren am 24. Mai auftreten werden, beantworten Black und White mit Schweigen. Im letzten Jahr war im Vorfeld durchgesickert, dass Heinz Erhardt (auf dem Bild oben in der Maske, unten beim Auftritt im Großen Haus) an der Slam-Gala teilnehmen würde.

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Erhardts Hotel in der Poststraße wurde daraufhin die ganze Nacht von einer lautstarken Fanbase bedrängt. Der Club »Heinz Erhardt-Freunde Recklinghausen e.V.« war sogar erst in den frühen Morgenstunden dazu bereit, den Belagerungszustand aufzugeben.

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Black und White sind Manager mit Leib und Seele: Auf dem Gang entdecken und inspizieren sie Kontrabass-Behältnisse des Philharmonischen Orchesters.
»Die Einfuhrsteuer für die Särge unserer Klienten sind ungeheuerlich. Würden wir diese Cases verwenden, könnten wir bares Geld sparen. Da die Autoren, die wir vertreten, in der Regel länger als 70 Jahre tot sind, erhalten sie ja auch keine Tantiemen mehr für ihre Texte – es ist für sie und uns buchstäblich ein Knochenjob!«

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In der Theater-Kantine schöpfen die Beiden beherzt aus der Salattheke, als ihnen einfällt, dass Nahrungsaufnahme ein überholtes Konzept aus der Zeit als Lebende darstellt.
»Manchmal nervt der Tod«, erzählt White, den Blick in die Ferne gerichtet, »doch dann besinnen wir uns auf die Dinge, die wir als Lebende nicht tun konnten …

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… lustige Doktorspielchen mit der Akkubohrmaschine beispielsweise.«

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Vor dem Theater präsentieren uns Black und White feierlich ihre umfangreiche Autogramm-Sammlung verstorbener Poeten. Besonders stolz ist Black auf seine signierte Ausgabe von »Iphigenie auf Tauris«.

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»Normalerweise ziert sich Goethe, persönliche Widmungen zu verfassen«, berichtet der Mann in Schwarz, »aber bei der After-Show-Party im Anschluss an den letztjährigen ›Dead or Alive‹-Event war er ungewohnt emotional und zugänglich für Fan-Stuff.«

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An der Theaterkasse erwirbt Mrs White eine Reihe von Tickets für den 24. Mai: »Vor einem Jahr war die Veranstaltung so was von ausverkauft. Da ging am Ende gar nichts mehr. Selbst die Mutter von Rolf Dieter Brinkmann (Anm. d. Red.: einer der toten Poeten 2011) musste draußen bleiben. So etwas passiert mir nicht noch einmal.«

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Zum Abschied drücken uns Black und White noch einen selbstgebastelten Gegenentwurf des Werbeflyers für »Poetry – Dead or Alive« in die Hand.

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»Es gibt da so eine Tendenz«, bemerkt Black, mit einem Mal wieder todernst, »dass in der Reklamebranche immer nur mit Lebenden gearbeitet wird. Dagegen wollen wir hiermit ein Zeichen setzen. Eine Online-Petition in dieser Sache ist auch schon in der Mache.«

Apropos »online«: Die Facebook-Seite der Agentur von Mr Black und Mrs White kann einem hier gefallen.

SLAM AND ALIVE

17. April 2012 | VON: Michael KaiserKeine KommentareKategorie: Aktuelles, Poetry Slam

Im April und Mai machen wir den Poetry Slam zum Thema: Am 28.4. findet im Theater Freiburg das Finale der Landesmeisterschaften BW-SLAM2012 statt – um 17 Uhr im U20-Wettbewerb und um 20 Uhr in der Einzel-Disziplin.

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Die Kollegen der Badischen Zeitung berichteten in ihrer gestrigen Ausgabe über das Phänomen Poetry Slam und über die in Freiburg stattfindenden Landesmeisterschaften: Der Artikel »Vom Haßobjekt zur Talentschmiede« kann hier online gelesen werden.

Sebastian 23 moderiert »Dead or Alive« (Foto: C. Neumann)

Am 24.5. treten dann erneut lebende gegen tote Dichter an, die von Schauspielern zum Leben erweckt werden: Die »Dead or Alive«-Slams sind mittlerweile Kult. Bereits zum vierten Mal kommt es in diesem Jahr zum literarischen Showdown im Großen Haus.

Die Regeln entsprechen prinzipiell denen des Poetry Slams – mit einer entscheidenden Ausnahme: Die toten Dichter dürfen tief in die Mottenkiste greifen und jeden erdenklichen Budenzauber zur Hilfe nehmen. Zeremonienmeister dieses Spektakels ist erneut Sebastian 23, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Mützenträger sowie Poetry Slammer Deutschlands. Für die Lebenden steigen die Slammer Florian Cieslik, Julian Heun, Sophie Passmann und Nektarios Vlachopoulos in den Ring.