AUF DER SPUR DER KLEINEN HEXE (1)

30. November 2011   |   VON: Michael KaiserKategorie: Blogsberg

»Die kleine Hexe«

Am 6. Dezember ist es endlich wieder soweit: Die kleine Hexe ver- und bezaubert nach knapp zehn Monaten Pause wieder Jung und Alt (und hoffentlich alle dazwischen) im Großen Haus. Da sich unsere Inszenierung nunmehr im dritten Jahr im Spielplan befindet, ist es dringend an der Zeit, einmal den Spuren der Nachwuchs-Hexe hinter die Bühne zu folgen!

Direkt neben dem Großen Haus finden sich – in unmittelbarer Nähe zu den knautschigen Schwarzwälder Kirschtorten aus der Oper »Hänsel und Gretel« – erste Requisitenwägen mit der Aufschrift »Kleine Hexe«, die für die Wiederaufnahme-Proben bereit stehen. Die Spur ist also aufgenommen und wird uns weiter hinter die Bühne, tiefer ins Innere des Theaters führen.

Requistiten aus »Die kleine Hexe«

Die fiese Knusperhexe treibt übrigens ebenfalls in Kürze erneut ihr Unwesen mit den Geschwistern H. und G.: Humperdincks Oper ist nämlich ab dem 3. Dezember wieder zu sehen – im Großen Haus … und mit jeder Menge Knautsch-Torten.

Bei der Hexe aus »Hänsel und Gretel« gibt es Schwarzwälder Kirschtorte (Foto: M. Korbel)

Im Montageraum werden derweil die riesigen, fahrbaren Holzelemente für »Die kleine Hexe« zusammengebaut: Als die Inszenierung im Februar in den Sommerschlaf ging, mussten diese Kolosse auseinandergeschraubt und -geflext werden, da der Lagerplatz im Theater nicht ausreichte, um sie einfach bis Dezember dezent in einer ungenutzten Ecke stehen zu lassen.

Im Montageraum

Im Montageraum

Die Kollegen der Technik haben in den letzten Wochen jede Menge Neu-Holz besorgt, mit dem sie nun den Blocksberg wieder aufschichten. Denn nur mit richtig viel frischem Holz wirken die Scheite später auf der Bühne bei der großen Hexenfeier auch so richtig eindrucksvoll.

Im Montageraum

Im Hintergrund des nächsten Bildes sieht man hinter dem Hexen-Holzscheit die Lampen, die in der Oper »Manon Lescaut« als sog. »Plafond« über der Bühne hängen und allesamt von unserem Theaterplastiker im Tiefziehverfahren hergestellt wurden.

Lampen aus »Manon Lescaut«

Auf der Bühne sehen die dann so aus:

»Manon Lescaut« (Foto: M. Korbel)

Auf der Hinterbühne entdecken wir ein Kugel-Teil des Schneemanns …

Schneemann – vorher

… der während der Vorstellung zum Leben erwacht und den beiden üblen Nachbarsjungen, die einen richtig gut gebauten Schneemann nicht zu schätzen wissen, eine kleine Lektion erteilt.

Schneemann – nachher

Im zweiten Teil besuchen wir den Kostümfundus, die Maske und den Rüstmeister des Theaters. Von ihm lassen wir uns zeigen, wie die kleine Hexe auf der Bühne eigentlich Feuer speit!